Guten Start in die Weideperiode sichern

Durch die Umstellung von der Winterfütterung auf das Weidefutter verändert sich die Ration von Rindern gravierend. Lesen Sie, wie Sie Ihre Rinder richtig auf die Weide umstellen und damit die Weidesaison optimal starten.

Junge Weide ist reich an Energie, Zucker und Rohprotein. Strukturwert und/oder Trocknungsgehalt sind hingegen gering.
Junge Weide ist reich an Energie, Zucker und Rohprotein. Strukturwert und/oder Trocknungsgehalt sind hingegen gering.
Bei Futterumstellungen müssen sich die Mikrobenarten des Pansens an das Futter anpassen können. Dabei werden vorhandene Mikrobenarten zurückgedrängt und Mikrobenarten, welche die Nährstoffe des Grünfutters optimal verwerten können, nehmen im Pansen zu. Für diese Anpassung ist jedoch Zeit erforderlich! Um Durchfälle, schlechte Nährstoffverwertung, Stoffwechselbelastungen und Leistungseinbrüchen zu vermeiden, müssen daher Rationsumstellungen schonend und langsam durchgeführt werden.

Ohne gezielte Vorbereitungsfütterung und Anpassung der Futterration auf das Grünfutter kann es zu einer Entgleisung des Eiweißstoffwechsels kommen. Beim Abbau von jungem Weidegras fällt im Pansen sehr viel Ammoniak an. Dieser muss unter Belastung des Stoffwechsels und unter Energieaufwand von der Leber entgiftet und über den Harn ausgeschieden werden. Durchfälle und hohe Harnstoffwerte in der Milch (über 30 – 35 mg/100 ml Milch) sind ein deutliches Zeichen für diese stoffwechselbelastende Situation. In dieser Phase und auch den darauf folgenden Wochen und Monaten können dadurch bei Kalbinnen und Kühen auch Fruchtbarkeitsprobleme durch Verwerfen, Stillbrünstigkeit, Zystenbildung und schlechte Verbleiberaten auftreten.

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Aktualisiert am: 26.03.2004 09:38
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