Gülle: Pool soll Kosten für Gülleentsorgung senken

Weil die Flächen knapp sind, kostet die Gülleentsorgung in den Niederlanden richtig Geld. Viele Tierproduzenten halten ihre Gülle daher möglichst lange fest, um von den niedrigeren Entsorgungskosten in der Vegetationszeit zu profitieren.
In diesem kurzen Zeitabschnitt kann jedoch nicht alle Gülle zu den Abnehmern in den Ackerbaugebieten verfahren werden. Es entstehen logistische Probleme, weil der Transportsektor überlastet ist. Dies führt zu Ineffizienz und schlussendlich doch zu dem, was der einzelne Landwirt eigentlich vermeiden wollte, nämlich steigenden Absatzkosten.

Gülle kann gegen marktkonformen Beitrag abgesetzt werden

Viehhalter zahlen in Holland für die Entsorgung ihrer Gülle 20-25 € je Kubikmeter
Viehhalter zahlen in Holland für die Entsorgung ihrer Gülle 20-25 € je Kubikmeter
Mit der Einführung des so genannten Güllepools will Mestac, die Vereinigung der niederländischen Gülleproduzenten, vermeiden, dass Viehhalter ihre Gülle zu lange festhalten, sondern sie gleichmäßig übers Jahr abgeben. Durch den Güllepool wird Viehhaltern garantiert, ihre Gülle das ganze Jahr über gegen einen marktkonformen Abholbeitrag absetzen zu können. Dieser Abholbeitrag ist das ganze Jahr über gleich, wobei ein Basistarif vorab bezahlt wird. Am Ende eines Jahres wird dann auf Basis der getätigten Geschäfte errechnet, ob eine Nacherhebung oder eine Rückzahlung für den Landwirt fällig wird. Das bedeutet, die Kosten werden jährlich neu verrechnet. Mestac bezweckt, dass mit dem neuen System strukturell niedrigere Gülleabsatzkosten entstehen. Außerdem soll der Ackerbauer so deutlich bessere Güllequalität empfangen. (Quelle: SUS)


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Aktualisiert am: 20.11.2009 14:16
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