Gruppenhaltung von Zuchtsauen – ein Erfahrungsbericht

Die Einführung tiergerechter Haltungsformen wird in Österreich gerne mit langen Übergangsfristen verzögert. Dass sie durchaus praxisfreundlich sind, zeigt das in der Printausgabe vorgestellte Beispiel.


Wartestall: Stabile Gruppe zu je 25 Sauen mit ad libitum-Fütterung und Auslauf ins Freie.
Wartestall: Stabile Gruppe zu je 25 Sauen mit ad libitum-Fütterung und Auslauf ins Freie.
Das Beispiel zeigt:
Das Managen von großen Sauenbeständen mit tiergerechten Haltungssystemen ist in der Praxis durchaus möglich.
Erhöhter Arbeitsaufwand in einzelnen Bereichen (Einstreu, Mist, etc.) kann durch optimierte Arbeitsabläufe mit gut durchgeplanten funktionierenden Systemen gering gehalten werden.
Die biologischen Leistungsziele sind auch mit tiergerechten Haltungssystemen realistisch erreichbar.
Gruppierung der Sauen in der Arena, ad libitum Fütterung der Zuchtsauen und stabile Gruppen im Wartestall bringen sehr große Ruhe in die Gruppe.
Die Umsetzung von tierfreundlichen Haltungssystemen in der Zuchtsauenhaltung ist in größeren Einheiten leichter realisierbar als in Kleinbetrieben (meist Kompromisse in Umbaulösungen).
Durch große, gesunde Ferkelpartien können die Mastställe im Rein/Raus–Verfahren belegt werden. Geringer Arzneimitteleinsatz und verbesserte Mastergebnisse sind die Folge.
Der entstehende Mehraufwand für tiergerechte Haltung (Stallbaukosten, Arbeitszeit) muss über Zuschläge abgegolten werden, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu sein.

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Aktualisiert am: 25.03.2004 09:47
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