Grünlanderneuerung - 5 Grünlandstriegel im Vergleich

Das „Landwirt“-Testteam und das LFZ Raumberg-Gumpenstein haben fünf Grünlandstriegel mit Säeinrichtung getestet. Dazu wurden auf zwei Flächen in der Weststeiermark einerseits mit einem hohen Anteil an Gemeiner Rispe, andererseits mit Goldhafer Versuche zur Sanierung angelegt. Ziel war es, diese Problemgräser zu reduzieren und möglichst viel offenen Boden für die Übersaat zu schaffen. Mit welcher Strategie wir dabei vorgegangen sind und welches Gerät sich dazu am besten eignet, verrät Ihnen dieser Praxisvergleich.
V.l.: APV GP 300 M1, Köckerling Grasmaster 600, Hatzenbichler Vertikator, Einböck Pneumaticstar-Pro und Güttler GreenMaser 300.
V.l.: APV GP 300 M1, Köckerling Grasmaster 600, Hatzenbichler Vertikator, Einböck Pneumaticstar-Pro und Güttler GreenMaser 300.
Ein hoher Anteil an Goldhafer kann bei Rindern zu Kalzinose führen. Ebenso unangenehm ist ein Übermaß an Gemeiner Rispe. Sie führt zu „muffigen“ Silagen, die die Tiere nicht gerne fressen. Um dieser und auch andere Problemgräser oder -kräuter Herr zu werden, haben einige Hersteller in den letzten Jahren Über- und Nachsaattechniken entwickelt. Damit ist es möglich ohne ganzflächigen Umbruch Wiesen mit angepasstem Saatgut zu versorgen. Bevor ausgesät wird, muss der Boden und Pflanzenbestand geöffnet und die Unkräuter und -gräser durch intensives Striegeln ausgerissen werden.


Frequenzrahmenmethode: Bei Sanierungsmaßnahmen muss möglichst viel offener Boden für die Übersaat geschaffen werden.
Frequenzrahmenmethode: Bei Sanierungsmaßnahmen muss möglichst viel offener Boden für die Übersaat geschaffen werden.
Die Versuchsflächen
Die fünf Grünlandstriegel der Hersteller APV, Einböck, Güttler, Hatzenbichler und Köckerling kamen auf zwei verschiedenen Dauergrünlandflächen zum Einsatz. Betrieb A mit einem hohen Goldhaferanteil befindet sich in 1.000 m Seehöhe und der Betrieb B mit dem Problemgras Gemeine Rispe in 800 m Seehöhe. Auf beiden Betrieben wurde auf ausgewählten Flächen ein Exaktversuch mit Wiederholungen angelegt. Mit jeder Testmaschine wurden sechs Parzellen bearbeitet. Alle Parzellen wurden zweimal in Längsrichtung (Hin- und Rückfahrt) bearbeitet.
Parallel zur Frequenzrahmenbestimmung haben wir von Experten eine Flächenprozentschätzung durchführen lassen.
Parallel zur Frequenzrahmenbestimmung haben wir von Experten eine Flächenprozentschätzung durchführen lassen.
Vier Parzellen jeder Maschine haben wir zusätzlich diagonal bearbeitet, um eine noch größere Wirkung des Ausstriegelns zu erzielen.
Diese beiden Exaktversuche wurden im Vorjahr Anfang August nach dem dritten Schnitt angelegt. Ergänzend dazu sammelte das „Landwirt“-Testteam im Frühjahr 2012 weitere praktische Erfahrungen. Jede Maschine wurde auf mindestens 50 ha Nachsaatfläche sowohl in ebenen als auch steilen Lagen getestet.


Genaueres über die Versuchsdurchführung sowie eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Striegeln finden Sie Teil 1 einer Artikelserie in der Ausgabe 16/2012 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ bzw. rechts zum Download.

Aktualisiert am: 23.08.2012 09:53
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