Grüner Pakt fertig - wichtige Anpassungen erfolgten

Landwirtschaftsminister Josef Pröll hat den Grünen Pakt zugeschnürt. Pröll hat einige Punkte, darunter die GVE Sätze, nachbearbeitet, und dadurch dem Programm einige Giftzähne gezogen:
1. Die Leistungsprämie für das Mähen von Steilflächen in der Stufe 1 wird um 5 Euro auf 105 Euro pro Hektar erhöht.

2. Der Viehbezug in der Grünlandprämie wird neu gestaffelt:
  • Zwischen 0 und 0,5 Vieheinheiten pro Hektar: 50 Euro (Biolandwirtschaft: 110 Euro)
  • Zwischen 0,5 und 1,2 Vieheinheiten pro Hektar: 95 Euro (Biolandwirtschaft: 230 Euro)
  • Ab 1,2 Vieheinheiten pro Hektar: 110 Euro (Biolandwirtschaft: 250 Euro)


3. Darüber hinaus wird die Bioprämie am Acker von 275 Euro auf 285 Euro pro Hektar erhöht.

4. Die Prämie für den Siloverzicht wird gegenüber dem ursprünglichen Vorschlag von 150 Euro pro Hektar auf 170 Euro pro Hektar in der Milchkuhhaltung angehoben. In der restlichen Rinderhaltung wird die Maßnahme mit 130 Euro dotiert.

5. Die Teilnahme am Grundwasserschutzprogramm wird wieder von 5 Hektar auf 2 Hektar Mindestfläche reduziert. "Damit können auch kleinere Betriebe weiterhin an dieser wichtigen Umweltmaßnahme mitwirken", sind sich Agrar-Landesrat Stockinger und Landwirtschaftskammer-Präsident Herndl einig.

Nun rasch verhandeln:

Diese Informationen stammen aus Oberösterreich, wo Landesrat Stockinger und Kammerpräsident Herndl betonen, dass jetzt der von Österreich abgesegnete gesamte Grüne Pakt rasch in Brüssel verhandelt werden soll, damit die Bauern schon zum Herbstanbau Klarheit haben. "

Gutes Gesamtbudget

Österreich ist mit den Verhandlungen um die Ländliche Entwicklung ein großer Erfolg in der Europäischen Union gelungen. Kein Land konnte so viel Geld holen, deshalb können die in den vergangenen Jahren verdoppelten Zahlungen für die Bergbauern weiter voll aufrecht erhalten und die für die Zukunft wichtigen Investitionsförderungen weiter ausgebaut werden", betonen Agrar-Landesrat Stockinger und Präsident Herndl.

Eigene Landesgrünlandprämie

In besonders extensiven Grünlandlagen will Oberösterreichs Agrar-Landesrat Stockinger zu dem über die landeseigene Grünlandprämie eine sinnvolle Abfederung der nun gefundenen Tierbesatzstaffel einführen.

Die Diskussion vom 30. März in Niederwölz


Aktualisiert am: 03.05.2006 09:22
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