Grüner Bericht 2010: Einkommensminus für Österreichs Landwirtschaft

Die Einkommensergebnisse aus dem Grünen Bericht liegen vor. Im Jahr 2009 war ein starker Einkommensrückgang zu verzeichnen. Stärkere Einbrüche sollen durch die öffentlichen Mittel aus der Gemeinsamen Agrarpolitik verhindert werden.
Einkommensrückgang von 28% für Österreichs Landwirtschaft
Einkommensrückgang von 28% für Österreichs Landwirtschaft
Die Einkommensergebnisse von 2.222 freiwillig buchführenden land- und forstwirtschaftlichen Betrieben weisen für das vergangene Jahr einen dramatischen Einkommensrückgang von durchschnittlich 28 % auf. Für diesen Rückgang waren im Wesentlichen niedrigere Erträge und - durch die Wirtschaftskrise und Spekulationen bedingt - niedrigere Preise verantwortlich, bei einzelnen Erzeugnissen wie etwa bei Wein auch geringere Mengenerträge. Laut Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich können größere Einbrüche mit den Mitteln aus der GAP abgefedert werden. So waren die öffentlichen Gelder im Durchschnitt um 4 % höher als 2008. Für diese Erhöhungen waren vorwiegend die Leistungsabgeltungen aus dem Umweltprogramm - dabei unter anderem der Anstieg der Biobetriebe - verantwortlich. Auch das Vorziehen der Direktzahlungen oder das Milchpaket sollen zur Entlastung beitragen. zur
Entlastung des angeschlagenen Milchsektors beschlossene Milchpaket.

Strategiedialog „Unternehmen Landwirtschaft 2020“
Mit dem Start dieser Initiative sollen mögliche Perspektiven für die künftige Land- und Forstwirtschaftspolitik aufgezeigt werden. Die Ziele der Initiative sind die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Land- und Forstwirtschaft sowie die Erhaltung und Sicherung der Versorgung mit gesunden, regionalen Lebensmitteln. Auch der Aspekt des Umwelt- und Klimaschutzes soll nicht zu kurz kommen.


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Aktualisiert am: 15.07.2010 20:16
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