Gründüngung für abgeräumte Beete im Garten

Nach der Ernte bleiben die Beete kahl und leer zurück. Gründüngung bietet eine gute Schutzschicht für den Boden. Sie kann noch bis Mitte Oktober ausgesät werden.
Senf ist als Nachkultur im Gemüsebau weniger geeignet, da er zur selben Familie wie Kohl, Kraut und Co gehört und somit auch die gleichen Krankheiten bekommen kann.
Senf ist als Nachkultur im Gemüsebau weniger geeignet, da er zur selben Familie wie Kohl, Kraut und Co gehört und somit auch die gleichen Krankheiten bekommen kann.
Werden nach der Ernte die Gemüsebeete abgeräumt, bleibt unbewachsene Erde zurück, die über den Winter schutzlos Wind und Wetter ausgeliefert ist. Im Boden vorhandene Nährstoffe können leicht vom Regen ausgewaschen werden und die im Boden lebenden Mikroorganismen leiden unter stärkeren Temperaturschwankungen.
„Gründüngung ist eine einfache, günstige und wirksame Methode zur Bodenverbesserung. In Hausgärten wird sie aber leider immer noch viel zu selten angewendet. Mit ihren Wurzeln lockern die Gründüngungs-Pflanzen den Boden und verhindern den Bodenabtrag durch Wind und Wasser“, sagt Mag. Katharina Foglar-Deinhardstein, Gartenexpertin von "die umweltberatung".

Dünger einfach einarbeiten
Wer Inkarntsklee oder Winterwicke sät, nützt deren Fähigkeit, Luftstickstoff zu binden. Nach dem Einarbeiten der Pflanzen steht dieser Stickstoff den nachfolgenden Kulturpflanzen als natürlicher Dünger zur Verfügung. Die geschlossene Pflanzendecke verringert auch das Aufkommen von unerwünschten Kräutern und fördert das Bodenleben. Übrigens: Auch für Baumscheiben ist Gründüngung geeignet.


Jetzt säen: die Winterharten
Gründüngung sät man meist im Sommer, es gibt aber auch winterharte Pflanzenarten, die noch bis Mitte Oktober ausgesät werden können. Dazu gehört zum Beispiel der Winterraps, der mit seinen langen Wurzeln das Erdreich lockert. Als Nachkultur im Gemüsebau besonders geeignet ist auch der Buchweizen, da er mit keiner anderen unserer Nutzpflanzen verwandt ist und deshalb auch keine Schädlinge anzieht, die unsere Gemüsepflanzen schädigen könnten. Senf hingegen ist als Nachkultur im Gemüseanbau weniger geeignet, da er zur Familie der Kohlgewächse gehört und daher dieselben Krankheiten und Schädlinge wie Kohl, Kraut und Co. bekommen kann.

Autor: "die Umweltberatung"


Aktualisiert am: 11.09.2012 16:51
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