Grün.Land.Vieh.Fest 2009

Das österreichweite Grün.Land.Vieh.Fest 2009 in Freistadt ist heuer den Leistungen (Zucht, Milch, Fleisch), den Entwicklungsmöglichkeiten (Grünlanderneuerung, Feldfutterbau, Grundfutterqualität) und der Aus- und Weiterbildung gewidmet.


Das Grün.Land.Vieh.Fest findet am 27. Juni ab 09:30h in Freistadt(OÖ) statt.
Das Grün.Land.Vieh.Fest findet am 27. Juni ab 09:30h in Freistadt(OÖ) statt.
Die Hof- und Stalltechnik rund um das neue Rinderkompetenzzentrum des RZO werden gemeinsam mit den Tierschauen für Rinder und Schafe wesentliche Inhalte für die vielen Teilnehmer aus ganz Österreich und Tschechien sein. Auf der Wiese werden Nachsaattechnik und Trockenschäden vorgeführt, sowie die wichtigsten Saatmischungen im zweiten Aufwuchs (Dauergrünland und Feldfutter) besprochen. Die Landtechnikfirmen stellen zudem ihre neuen Geräte und Maschinen aus und sind mit ihrer Fachinformation präsent. Im Speziellen wird auf drei Schwerpunkte eingegangen: Automatische Melksysteme, Mischrationen und Milch und Fleisch aus der Weide.

Automatische Melksysteme

Derzeit sind österreichweit ca. 50 AMS-Anlagen im Betrieb oder noch in der Bauphase. Franz Wolkerstorfer von der LK Oberösterreich präsentiert eine Umfrage bei AMS-Betrieben und zeigt die wichtigsten Ergebnisse auf. Arbeitswirtschaftliche Gründe aber auch Erwartungshaltungen an ein verbessertes Management lassen die Betriebe in diese Technik investieren. Erfahrungswerte und Ergebnisse zum AMS werden an der ausgestellten Technik von Experten besprochen.

Mischrationen

In Österreich haben sich Mischrationen mit zusätzlicher Kraftfuttergabe (AGR) in der Milchviehfütterung stark etabliert. Bei der AGR wird einer Milchviehherde eine einheitliche Mischration verabreicht, deren Nährstoffkonzentration sich am durchschnittlichen Leistungsniveau der Herde orientiert. Höhere Milchleistungen werden mit zusätzlichen Kraftfuttergaben automatisch ausgefüttert. Totale Mischrationen bedingen nach Franz Tiefenthaller, Fütterungsreferent der LK Oberösterreich, die Bildung von idealerweise fünf Leistungsgruppen bei dementsprechenden Herdengrößen. Franz Tiefenthaller wird in seinem Referat und bei der Erstellung von Rationen auf diese Problematik eingehen.

Milch und Fleisch aus der Weide

Neben den Beiträgen zur intensiveren Milchviehhaltung zeigt Andreas Steinwidder vom LFZ Raumberg-Gumpenstein die Möglichkeiten der Weidehaltung als „Low Input-Strategie“ für Mutterkühe, Ochsen, Kalbinnen aber auch für Milchkühe auf. Seine Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Qualität von Milch und Fleisch aus Grünland sehr hoch ist. So weist beispielsweise Milch von Kühen die vorwiegend Weidegras fressen 2–5 Mal höhere Gehalte an Omega-3-Fettsäuren auf wie Milch von Kühen bei üblicher Stallfütterung. Mit zunehmender Omega-3-Fettsäuren-Versorgung kann das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen reduziert werden. Aus Marktforschungen kann aber auch abgelesen werden, dass für den Konsumenten die „Natürlichkeit der Haltung der Tiere“ bei der Kaufentscheidung noch mehr zählen dürfte als das reine „Qualitätsargument“.

Weiter Informationen finden Sie unter:

GrünLandViehFest 2009


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Aktualisiert am: 05.06.2009 11:45
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