Großteils unveränderte Notierungen am EU-Schlachtschweinemarkt

Die Notierungen für Schlachtschweine blieben zu Jahresbeginn großteils unverändert. Auch in Österreich sorgen mäßige Überhänge an Schlachtschweinen für gleichbleibende Preise. Für 2013 erwarten Experten zweistellige Zuwächse bei den Preisen.
EU-weit startet man mit großteils unveränderten Notierungen in das neue Jahr.
EU-weit startet man mit großteils unveränderten Notierungen in das neue Jahr.
Überwiegend unveränderte Notierungen prägen zum Jahresbeginn den EU-Schweinemarkt. Zwischen Weihnachten und Neujahr fiel die Schweinenachfrage erwartungsgemäß bescheiden aus. Während Filet, Karree und Schnitzelfleisch noch einigermaßen für den Frischfleischbedarf gefragt waren, wanderte der restliche Teil des Schweins auf Lager, da die Fleischindustrie weitgehend die Schotten dicht machte. In Deutschland ließen die zuletzt abermals gesunkenen Schlachtgewichte keine Preisdruck-Debatte aufkommen - die Notierung bleibt hier unverändert. Nur Dänemark verlor 5,5 Cent, während Frankreich um 3 Cent zulegen konnte.

Situation in Österreich
Auch der österreichische Schweinemarkt verzeichnete in der abgelaufenen Woche Überhänge. Diese fielen jedoch in Anbetracht der fehlenden Schlachttage unterproportional aus. Die Rekordschlachtleistung in der Vorweihnachtswoche leistete hier Vorschub zu einem harmonischen Jahresausklang mit unveränderter Notierung. Der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse bleibt somit diese Woche bei 1,62 € je kg (Berechnungsbasis: 1,52 €).
"Da das Angebot für die erste Arbeitswoche im neuen Jahr unter 90% - gemessen am Jahresdurchschnitt - ausfiel und diese Woche nur durch das Fehlen eines einzigen Schlachttages gestört ist, überwiegen die Anzeichen auf Stabilität. Andererseits gilt der Jänner wegen des weitgehenden Mangels an Exporten nach Russland als schwierigster Monat. Das sollte aber keinesfalls die überwiegend positiven Einschätzungen für das Jahr 2013 trüben", fasst Johann Schlederer von der Schweinebörse die Marktaussichten zusammen. Abgerechnet werde jedoch erst am Jahresende und 2012 habe es nach Verlusten im Juni und Juli ein Plus von 13 % gegeben, gibt Schlederer zu bedenken. "Auch 2013 legen wir uns die Latte Richtung zweistelliger Zuwächse", so der Experte.

Aktualisiert am: 03.01.2013 09:08
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