Große und kleine Tiger

Eines unter vielen Erfolgkriterien ist das Umsatzwachstum der einzelnen Landtechnikunternehmen und der Landtechniksparten. Die global führenden Hersteller wachsen – aber in sehr unterschiedlichen Sprüngen.
Strategische Führungsfähigkeit sowie Kontinuität in der Unternehmensführung, Innovationskraft und frühzeitige Krisenerkennung gehören zu den entscheidenden unternehmerischen Erfolgsfaktoren – auch in der Landtechnik.
Strategische Führungsfähigkeit sowie Kontinuität in der Unternehmensführung, Innovationskraft und frühzeitige Krisenerkennung gehören zu den entscheidenden unternehmerischen Erfolgsfaktoren – auch in der Landtechnik.
Transnationale „Longliner“ wachsen am stärksten
Das durchschnittliche Wachstum in dieser Kategorie beträgt 80 %. Agco (+132 %) und John Deere (+105 %) ragen hier mit jeweils mehr als einer Umsatzverdoppelung heraus: John Deere vorwiegend durch Wachstum von innen heraus, und Agco vorwiegend durch fortgesetzte Akquisitionen. Auch Claas (+99 %) liegt nahe bei einer Umsatzverdoppelung, und zwar durch eine ausgewogene Kombination von innerem Wachstum und der bisherigen Renault-Traktoren. CNH hat ebenfalls Landtechnik-Wachstum (+42 %) zu verzeichnen – jedoch lagen in diesem Zeitabschnitt die Bewältigung der Fusionsfolgen und der kräftebindenden Aufräumarbeiten im Innenbereich des Unternehmens. Auch die SDF-Gruppe hatte heftige Aufräumarbeiten zu bewältigen, die jetzt gute Ergebnisse zeigen und die zusätzlich auch den Erwerb von mittlerweile 40 % der Aktien des gewichtigen Motorenherstellers Deutz AG beinhalten.

Kombinierte Gerätehersteller für Ackerbau und Grünland
Bei diesen drei Herstellern der Kategorie II erscheint das durchschnittliche Wachstum von 28 % durch den nur moderaten Anstieg bei Kverneland gedämpft. Pöttinger erreicht durch starke europäische Präsenz, durch Dynamik im Grünland und auch durch Zuwachs in der Bodenbearbeitung einen ansehnlichen Anstieg (+57 %). Kuhn baut kontinuierlich aus und erreicht mit einem guten Wachstum – u.a. auch durch Unternehmensankauf in Nordamerika und Brasilien – jetzt Kopf an Kopf mit Kverneland den ersten Platz unter allen Gerätespezialisten. Mit mehreren Führungswechseln und spät erkannter Notwendigkeit zur Straffung und Konsolidierung des Unternehmens erfuhr Kverneland einen starken Einbruch seiner früher so dynamischen Expansionskraft. Jetzt erfolgt unter neuer Führung eine bewusste Rückbesinnung auf die Kraft der Traditionsmarken unter dem Dach dieser Gruppe.

Autor: Wolfgang KUTSCHENREITER, Gailingen am Hochrhein


Aktualisiert am: 20.12.2006 15:37

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