Gratis Zeckenschutz für Landwirte

Heuer wird die Impfaktion der SVB erstmals auch auf ausgewählte Bezirke in Oberösterreich, Tirol, Salzburg und Vorarlberg ausgedehnt. Ziel ist eine flächendeckende Ausweitung auf ganz Österreich.
Jährlich erkranken in etwa zehn Bauern in Österreich an FSME, weshalb die Erkrankung in der Landwirtschaft sogar zu einer gesetzlich geregelten Berufskrankheit gezählt wird.
Jährlich erkranken in etwa zehn Bauern in Österreich an FSME, weshalb die Erkrankung in der Landwirtschaft sogar zu einer gesetzlich geregelten Berufskrankheit gezählt wird.
Die Gefahr, die von den kleinen Blutsaugern als Überträger von Krankheiten ausgeht, darf nicht unterschätzt werden. Besonders gefährlich ist die Übertragung des FSME-Virus, das die gefürchtete Frühsommer-Meningoencephalitis verursacht. „Landwirte zählen ganz klar zur Risikogruppe, da sie einer starken Infektionsgefahr ausgesetzt sind. Jährlich erkranken in etwa zehn Bauern in Österreich an FSME, weshalb die Erkrankung in der Landwirtschaft sogar zu einer gesetzlich geregelten Berufskrankheit gezählt wird“, verdeutlicht Dr. Wolfgang Fischer, Chefarzt der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB).

NEU: Gratis-Impfaktion der SVB ausgedehnt
Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern bietet bereits seit einigen Jahren im Rahmen einer Impfaktion Gratis-Impfungen für Landwirte aus Niederösterreich, Wien, Burgenland, Kärnten und der Steiermark an. Heuer profitieren auch erstmals einige Bezirke in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg von der FSME-Impfaktion der SVB. Die SVB übernimmt im Rahmen der Impfaktion, die zu festgelegten Terminen von Jänner bis März stattfindet, die Kosten für die FSME-Schutzimpfung. Außerhalb der Teilnahme an der SVB-Impfaktion wird für FSME-Impfungen ein Kostenzuschuss von bis zu EUR 15,62 gewährt. Die Gratis-Impfaktion kommt allen Vollerwerbs- und Nebenerwerbslandwirten, deren Ehegatten und Kindern (ab 6 Jahre) sowie im Betrieb mittätigen Angehörigen zu Gute.

Richtig schützen: Impfintervalle einhalten
Damit der Schutz vollständig gewährleistet ist, ist das Einhalten der richtigen Impfintervalle unerlässlich. „Erst nach Abschluss der dreiteiligen Grundimmunisierung ist man ausreichend vor einer Infektion durch eine infizierte Zecke sicher. Laut Impfplan ist die erste Auffrischungsimpfung nach drei Jahren fällig, danach muss – bis zum 60. Lebensjahr – nur noch alle fünf Jahre aufgefrischt werden“, informiert Fischer und appelliert im Speziellen an die impfmüderen Senioren, von denen viele fälschlicherweise glauben, eine natürliche Immunität gegen den Krankheitserreger erworben zu haben, da sie im Laufe ihres Lebens schon oft mit Zecken in Berührung kamen. „Eine FSME-Infektion kann Menschen jeden Alters treffen, niemand ist vor einer Infektion gefeit. Die Abwehrkräfte lassen mit zunehmendem Alter nach und die Schwere des Krankheitsverlaufes nimmt damit deutlich zu. Über 60-Jährige sollten ihren FSME-Schutz deshalb alle drei Jahre auffrischen.“ Der dringende Rat des Mediziners: „Besser spät als nie mit der Impfung beginnen.“

Wann und wo die SVB Gratis-Impfaktionen stattfinden, erfährt man auf www.svb.at oder im zuständigen Regionalbüro.
Mehr Infos zur FSME-Schutzimpfung gibt’s beim Arzt & Apotheker, Impftelefon 0664/44 999 99


Aktualisiert am: 01.02.2010 12:02
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