Gmundner Molkerei steigerte 2011 ihren Umsatz

Die Gmundner Molkerei, Österreichs drittgrößter Milchverarbeiter, hat 2011 den Umsatz von rund 170 Euro auf 180 Mio. gesteigert. Aktuell erzielt die Gmundner Molkerei bereits mehr als 45% seines Umsatzes im Export und ist in über 15 Ländern vertreten.
Geschäftsführer Michael Waidacher: "Dadurch, dass uns im Frühjahr 2011 rund 100 Landwirte verlassen haben, ist die Mengensteigerung in der Gmundner Molkerei mit 5,5 Mio. kg oder 1,9% vergleichsweise geringer ausgefallen.“
Geschäftsführer Michael Waidacher: "Dadurch, dass uns im Frühjahr 2011 rund 100 Landwirte verlassen haben, ist die Mengensteigerung in der Gmundner Molkerei mit 5,5 Mio. kg oder 1,9% vergleichsweise geringer ausgefallen.“
"Das Jahr 2011 war für die gesamte Milchwirtschaft ein Jahr der Stabilisierung ", erklärte der Geschäftsführer der Gmundner Molkerei Michael Waidacher bei einer Bilanzpressekonferenz in Linz. Waidacher sprach von einem "sehr zufriedenstellenden" Verlauf des Jahres 2011. Die angelieferte Rohmilchmenge stieg von etwa 292 auf 297 Mio. kg. Pro Lieferant machte die durchschnittliche Anlieferung 98.000 kg aus. Das Unternehmen zahlte den Landwirten in Summe rund 115 Mio. Euro an Milchgeld und damit um knapp 12 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor. Die rund 3.000 Lieferanten erhielten um 4 Cent brutto je kg mehr für ihre Rohmilch als im Vorjahr.

Deutlich mehr Rohmilch angeliefert
"Das Jahr 2011 war auch geprägt von einer Zunahme der Rohmilchproduktion. Auf der gesamten Welt wurde deutlich mehr Milch produziert. Alleine in Europa stieg die Anlieferung um 2,2% oder um 2,8 Mio. t, das ist in etwa die jährliche Produktionsmenge von ganz Österreich. Aber auch in unserem Land war das Milchaufkommen um 4,5% höher ", berichtete Waidacher. "Dadurch, dass uns im Frühjahr 2011 rund 100 Landwirte verlassen haben, ist die Mengensteigerung in der Gmundner Molkerei mit 5,5 Mio. kg oder 1,9% vergleichsweise geringer ausgefallen. Betrachtet man jedoch nur jene Lieferanten, welche auch im Vorjahr einen gültigen Liefervertrag hatten, so haben unsere Milchbauern ihre Produktion um rund 5,7% erhöht und lagen somit deutlich über dem österreichischen Durchschnitt ", ergänzte der Geschäftsführer. Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage in den europäischen Ländern und der auch heuer höheren Anlieferung werde hierzulande ebenfalls Druck auf die Erzeugerpreise ausgeübt. Im März hatte die Molkerei ihre Auszahlungspreise brutto um 2 Cent auf 38 Cent je kg gesenkt.

Zentrale wird erweitert
Die Situation für die Produzenten sei aktuell "sicherlich nicht erfreulich ", so Obmann Josef Fürtbauer laut APA zu den steigenden Betriebskosten. Man werde sich mit zunehmender Volatilität auseinandersetzen müssen, erinnerte er an den Wegfall der Quote im Jahr 2015. Der Druck der Handelsketten sei größer geworden, ergänzte Waidacher und verwies auf jüngste Preisverhandlungen. Die Gmundner Molkerei hat vor wenigen Wochen mit dem Ausbau am Stammsitz begonnen. Rund 25 Mio. Euro werden in die Erweiterung der Zentrale um rund 4.600 Quadratmeter investiert, die im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein soll. Laut Waidacher wird die Mitarbeiterzahl dadurch von derzeit 305 auf 345 steigen und die Produktionsfläche von 9.350 auf 11.650 Quadratmeter zunehmen. Die Jahreskapazität der Verarbeitung wird sich auf voraussichtlich 360 bis 380 Mio. Kilo erhöhen. 3 Mio. Euro hat das Unternehmen bereits in eine Mikrofiltrationsanlage zur Herstellung von ESL-Milch und in eine neue Einrichtung zur Verarbeitung von ultrahocherhitzter (UHT) Milch investiert. Unter ihrer Marke "Gmundner Milch - Gutes aus dem Salzkammergut " bietet das Unternehmen seit Kurzem auch laktosefreie H-Milch an. AIZ


Aktualisiert am: 14.05.2012 19:07
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