Globaler Milchmarkt entwickelt sich gut

Die internationale Milchmarktszene freute sich bei ihrem Jahrestreffen Anfang November 2012 in Südafrika über gute Branchenzahlen.
Der weltweite Konsum von Molkereiprodukten erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um durchschnittlich 1,1 kg auf 107,3 kg Milch je Kopf.
Der weltweite Konsum von Molkereiprodukten erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um durchschnittlich 1,1 kg auf 107,3 kg Milch je Kopf.
„2011 war ein goldenes Milchjahr“ sagte Adriaan Krijger bei der Vorstellung des Jahresberichtes „World Dairy Situation 2012“ während der Tagung des Internationalen Milchwirtschaftsverbandes (IDF) in Kapstadt. Laut einer Umfrage unter den IDF-Mitgliedsländern stieg die weltweite Milcherzeugung 2011 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 749 Mio t. Vor allem die höheren Milchpreise und günstige Klimabedingungen hätten sich positiv auf die Produktion ausgewirkt, erläuterte Krijger. Nach seinen Angaben bewirkte das höhere Rohstoffaufkommen bei praktisch allen Milcherzeugnissen ein Produktionsplus, das insbesondere bei Magermilchpulver mit 8,3 % und Butter mit 4,6 % überdurchschnittlich ausfiel. Zufrieden konnten die Milchverarbeiter auch mit der globalen Absatzentwicklung sein. Dem Jahresbericht zufolge erhöhte sich der in Milchäquivalenten gemessene weltweite Konsum von Molkereiprodukten im vergangenen Jahr gegenüber 2010 um durchschnittlich 1,1 kg auf 107,3 kg Milch je Kopf.

Erhöhte Nachfrage in Südamerika und Afrika
In den sechs Jahren von 2005 bis 2011 stieg die Nachfrage in Südamerika mit 26 % und in Afrika mit 22 % besonders kräftig. Dagegen war in Europa ein leicht rückläufiger Verbrauch zu verzeichnen. In Asien wurden mit 39 % des globalen Konsums die meisten Milcherzeugnisse nachgefragt. Im Aufwärtstrend befand sich im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von 10 % auch der internationale Handel mit Milcherzeugnissen. Von 2000 bis 2011 hatte die durchschnittliche Zuwachsrate nur bei 4 % gelegen. Auch vor der Zukunft muss der Milchbranche nicht bange sein. Die Aussichten seien „sehr positiv“, betonte der Experte der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Michael Griffin. Er verwies dabei auf die zu erwartenden globalen Einkommenssteigerungen und die zunehmende Urbanisierung, was zu Nachfragezuwächsen führen werde. AgE


Aktualisiert am: 18.11.2012 13:44
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