Globale Lebensmittelpreise im März 2013 um 1% gestiegen

Globale Lebensmittelpreise sind im März gegenüber dem Vormonat um 1% gestiegen, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kürzlich mit. Den Ausschlag gaben um 11% höhere Preise für Milchprodukte.
Eine deutliche Erhöhung der Lebensmittelpreise gab es bei den Milchprodukten.
Eine deutliche Erhöhung der Lebensmittelpreise gab es bei den Milchprodukten.
Der FAO-Nahrungspreisindex, der die monatliche Veränderung einer Zusammenstellung von Agrarrohstoffen wiedergibt, kletterte demnach im März auf 212,4 Punkte gegenüber 210,7 im Februar. Während die Preise für Getreide stabil waren, musste für Fleisch, Öle und Fette weniger bezahlt werden. Zucker verteuerte sich leicht.

Die in Rom ansässige UN-Behörde erhöhte ihre Schätzung der Welt-Getreideproduktion für 2012 um fast 3 Mio. t auf rund 2,3 Mrd. t. Für das Jahr 2013 rechnet die FAO - von schlechtem Wetter abgesehen - mit einer starken Erholung der weltweiten Getreideproduktion. Attraktive Preise und höhere Ernteerwartungen nach einem unterdurchschnittlichen Ertragsniveau im Jahr 2012 hätten zur Aussaat motiviert. Die Entwicklung der globalen Weizenbestände sei gut vorangeschritten, weshalb die UN-Behörde im Jahr 2013 eine gesteigerte weltweite Weizenproduktion um 4% auf 690 Mio. t in Aussicht stellt. Das wäre die zweithöchste Menge nach 700 Mio. t im Jahr 2011.

Stabile Getreidepreise
Der FAO-Preisindex für Milchprodukte stieg im März gegenüber Februar um 22 Punkte auf 225. Die Berechnung basiert auf Ausfuhren von Neuseeland, da das Land mit einem Anteil am Welthandel von etwa einem Drittel als weltweit größter Exporteur von Milchprodukten gilt. Die Export-Preise für Milchprodukte seien auch für andere wichtige Lieferanten wie die EU und die USA gestiegen. Allerdings nicht in dem Ausmaß.

Der FAO-Getreideindex blieb mit 244 Punkten im Monatsvergleich stabil. Höhere Maispreise aufgrund geringerer US-Exporte wurden durch niedrigere für Weizen ausgeglichen. Die Preise für Fette und Öle sanken auf Monatssicht um 2,5%, hauptsächlich wegen niedrigerer Sojaöl-Notierungen - ausgelöst durch günstiges Wetter in Südamerika, bisher guter Voraussetzungen für die Sojaproduktion im laufenden Jahr und stornierten Käufen aus China. Der Fleischindex gab im März um 2% auf 176 Punkte gegenüber dem Vormonat nach. Die Zuckerpreise lagen um 2,8 Punkte oder 1% höher als im Februar. (AIZ)

Aktualisiert am: 11.04.2013 16:29
Landwirt.com Händler Landwirt.com User