Getreidevermarktung mit System

Starke Preisausschläge an den Getreidemärkten sind spätestens seit dem Vermarktungsjahr 2007/08 keine Neuigkeit mehr. Die wichtigste Erkenntnis daraus: Das Vermarktungsgeschick des Bauern entscheidet über den wirtschaftlichen Erfolg.
Aufgrund der Ernteprognosen ist der Markt derzeit sehr nervös und reagiert mit vielen kleinen Preisausschlägen.
Aufgrund der Ernteprognosen ist der Markt derzeit sehr nervös und reagiert mit vielen kleinen Preisausschlägen.
Die Weizenernte steht unmittelbar bevor. Der auf etwa 275.000 ha gebaute Weichweizen in Österreich wird zu einer Inlandsproduktion von 1,51 Mio. to. führen. In Niederösterreich, dem größten heimischen Getreideproduzenten, rechnet man trotz eines leichten Rückgangs der Anbaufläche mit einem Produktionszuwachs von 18 %. Ähnlich sieht die Situation auch in den ebenfalls starken Getreideproduktionsländern Oberösterreich und Burgenland aus. Insgesamt ist nun in Österreich das dritte Jahr hintereinander eine überdurchschnittliche Ernte zu erwarten.

Je enger Angebot und Nachfrage am Weltgetreidemarkt zusammenrücken, desto volatiler präsentiert sich der Marktverlauf. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob der Getreidemarkt in Richtung Käufer- oder Verkäufermarkt umschwenkt. Währenddessen sollten sich Landwirte ein geeignetes Vermarktungskonzept zur Seite legen. Eine Kombination mehrerer Vermarktungssysteme macht in der Praxis durchaus Sinn.

Im Beitrag werden die Vermarktungsformen
  • Fixpreis zur Ernte
  • Depotlagerung mit Fixpreis
  • Poolvermarktung
  • Euro-Next-Vertrag näher analysiert.


Autor: Roman GOLDBERGER, Rainbach

Weiters in dieser Ausgabe:
  • Sinkende Produktion in heimischer Sägeindustrie
  • Wenn es im Wald hagelt
  • Die Almen und ihre ökologischen Funktionen
  • Die richtige Rapssorte wählen
  • Ackerbau in 5 Minuten



Aktualisiert am: 12.07.2010 15:30
Landwirt.com Händler Landwirt.com User