Getreidepreise sinken

Die Weizenpreise für die neue Ernte 2013 sanken sowohl an der Chicagoer Leitbörse als auch an der Pariser Euronext stark. Beim Mais hielt der Druck auch bis zuletzt weiter an.
Als ein Grund für den fallenden Preis wird genannt, dass Russland, die Ukraine und Kasachstan um einen mehr als 30 % höheren Ertrag als 2012 aufweisen.
Als ein Grund für den fallenden Preis wird genannt, dass Russland, die Ukraine und Kasachstan um einen mehr als 30 % höheren Ertrag als 2012 aufweisen.
Als Ursachen für die als überzogen und voreilig bewertete Reaktion der Börsen machten Analystenaus, dass die Märkte ihre Blicke vor allem darauf richteten, dass das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die Winterweizenernte der Vereinigten Staaten überraschend nach oben revidierte, gleichzeitig aber die Endbestände der USA an Weizen im Monatsabstand um 320.000 t auf 17,93 Mio. t auf den tiefsten Wert seit fünf Jahren nach unten revidierte. Die Maisernte setzte der Bericht in den Augen der Märkte wiederum nicht so weit hinunter, wie aufgrund der verregneten Aussaat erwartet worden war - von. 359,17 Mio. t im Vormonat auf 355,74 Mio. t. Die Schätzung der US-Maisanbaufläche beließ das USDA dabei unverändert und senkte nur die Ertragserwartungen als Folge der späten Aussaat. Experten zeigen sich dagegen sicher, dass die Ernteprognose von fast 356 Mio. t wohl nicht zu halten sein werde, weil das Ministerium spätestens Ende Juni werde die Flächenangaben zurückschrauben müssen.

USDA nimmt Schätzung zurück
Die weltweiten Weizenernten 2013/14 schätzt das USDA zwar mit 695,86 Mio. t um 5,24 Mio. t kleiner als im Vormonat und ebenso die Anfangsbestände um 310.000 t, verringert aber auch den Verbrauch nur minimal um 410.000 t, sodass sich die globalen Endbestände nur um 1,38 Mio. t auf 181,25 Mio.t erholen sollen. Besonders deutlich verminderten sich demnach gegenüber dem Mai-Bericht die Ernteaussichten für die EU um 1,33 Mio. t auf 137,44 Mio. t Weizen (2012/13: 132,06 Mio. t), für Russland um 2 Mio. t auf 56 Mio. t und die Ukraine um 2,5 Mio. t auf 19,50 Mio. t. Als Grund für den fallenden Kurs wird bewertet, dass den drei Schwarzmeerländern Russland, Ukraine und Kasachstan mit zusammen 32,5 Mio. t 2013/14 ein um ein Drittel höheres Weizenexportpotenzial als2012/13 von 24,55 Mio. t zur Verfügung stehen wird. Dies bringen die Märkte mit der Aussicht auf entsprechenden Preisdruck in Verbindung. Die Weizenprognose für Australien beließ das USDA bei 24,50 Mio. t.

Aktualisiert am: 18.06.2013 11:45
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