Getreidepreise konstant auf hohem Niveau

Relativ konstant präsentieren sich derzeit sowohl die Termin- als auch die Kassamärkte. Neue Impulse sind durch die neue Ernteschätzung des USDA zu erwarten.
Es ist sinnvoll, das Risiko durch den Abschluss von Vorkontrakten für einen Teil der Ernte zu minimieren.
Es ist sinnvoll, das Risiko durch den Abschluss von Vorkontrakten für einen Teil der Ernte zu minimieren.
Nach anfänglicher leichter Schwäche zu Wochenbeginn landeten die Schlusskurse bei Weizen und Mais an der Euronext in Paris am Freitag sogar etwas über den Montagkursen. Einzig bei Raps ist ein leichter Kursrückgang zu verbuchen. Das hat aber hauptsächlich mit vermehrten Gewinnmitnahmen an der Börse zu tun. Den Kursanstieg bei Weizen begründen Experten mit der guten Nachfrage nach Weizen am Weltmarkt (Ägypten, Naher Osten, Afrika). Zudem halten sich Spekulationen, wonach Russland demnächst Exportbeschränkungen beschließen werde. In der Ukraine wurde bereits mit dem Handel eine Beschränkung des Getreideexports vereinbart.

Der Kassamarkt bleibt entspannt. Händler berichten von nur sehr geringem Kaufinteresse von Seiten der Verarbeiter. Dennoch sind die Preise zuletzt wieder leicht gestiegen und halten sich mittlerweile konstant auf hohem Niveau. Für Restmengen der alten Ernte (Weizen, Mais) ist derzeit von Bruttopreisen zwischen 240 und 260 Euro - vereinzelt sogar darüber - zu hören. Viele Händler bieten jetzt auch interessante Vorkontrakte für die neue Maisernte an.

Für neue Impulse könnte die mit Spannung erwartete aktualisierte Ernteschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) sorgen. Diese wird am kommenden Mittwoch (12.9.) veröffentlicht.

Aktualisiert am: 08.09.2012 11:16
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