Getreidepreise auf Niveau vor 2012

Der Marktverlauf für Getreide ist sehr stark von Angebot und Nachfrage am Weltmarkt abhängig. Die Getreidepreise für die neue Ernte sind bereits wieder auf dem Stand vor der Verteuerung infolge der Missernte 2012.
Die ersten Druschergebnisse für Wintergerste und Raps lassen auf eine überdurchschnittliche Ernte schließen. Für die Weizenernte bleibt noch abzuwarten, wie weit der hohe Krankheitsdruck durch Pflanzenschutzmaßnahmen eingedämmt werden konnte. Eine gute Ernte in Österreich allein wird jedenfalls keinen Preisdruck erzeugen.
Ein weiteres Absinken des Preisniveaus ist durchaus möglich.
Ein weiteres Absinken des Preisniveaus ist durchaus möglich.
Der Marktverlauf wird daher sehr stark von Angebot und Nachfrage am Weltmarkt abhängen. Das USDA (US-Landwirtschaftsministerium) erwartet geringe Lagerstände in den Überschussregionen und eine weltweite Verbrauchszunahme auf einen neuen Rekordwert. Die internationalen Börsen haben darauf bereits reagiert: Die Getreidepreise für die neue Ernte sind bereits wieder auf dem Stand vor der Verteuerung infolge der Missernte 2012. Für Mahlweizen liegt der Preis derzeit (20.7.) je nach Region zwischen 165 und 175 Euro/t excl. Mwst.
Kommt die erwartete Rekordernte tatsächlich, ist ein weiteres Absinken des Preisniveaus durchaus möglich. Wenn das Wetter für die Mais- und Sojaernte in der Nord-Halbkugel und später für Australien und Süd-Amerika deutliche Ernteeinbußen erwarten lässt, dann dürften hohe Nachfrage und knappe Lagerbestände zu schnellen Trendwenden im Marktverlauf führen.

Autor: DI Ernst Gauhs, RWA

Aktualisiert am: 25.07.2013 15:19
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