Getreidepreise 2010: Was dürfen wir erwarten?

Preisprognosen für die kommende Getreideernte sind derzeit schwierig. Fundamentaldaten lassen jedoch einige Schlüsse zu.
Die Preisentwicklung an den Getreidemärkten ist derzeit noch kaum absehbar.
Die Preisentwicklung an den Getreidemärkten ist derzeit noch kaum absehbar.
Versucht man in diesen Tagen Auskunft über die Entwicklung am Getreidemarkt zu bekommen, so bekommt man meist die gleiche Antwort: Das kann man noch nicht sagen. Trotzdem gibt es Fundamentaldaten, die einen groben Weg vorzeichnen:
Der jüngsten Schätzung der USDA vom Juni zufolge dürften sich Angebot und Nachfrage in diesem Jahr weltweit die Waage halten. Auch bei Weizen scheint dies der Fall zu sein. Seit der Vermarktungsperiode 2007/08 lag die weltweite Produktion in jedem Jahr über dem Verbrauch. Heuer scheint erstmals wieder eine ausgeglichene Bilanz möglich zu sein. Daraus ergibt sich ein sehr nervöser Markt, dessen Ausprägungen in den nächsten Wochen und Monaten kaum vorhersehbar sind. An der Euronext Terminbörse in Paris werden derzeit Novemberkontrakte von Weizen mit rund 140 Euro gehandelt. Eine wesentliche Frage wird sein, wie groß die Erntemengen der Nordhalbkugel wirklich ausfallen werden. Von den USA ist von guten Ernteerwartungen und Erträgen zu hören. Die Frage wird auch sein, in wie weit sich die Ernte in Osteuropa von Frost und Überschwemmungen erholt hat.


Aktualisiert am: 30.06.2010 11:51
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