Getreidemarkt zum Ende 2012

Die Notierungen an den Terminmärkten purzeln. Die Kassamärkte sind davon unbeeindruckt. So lassen sich die Geschehnisse an den internationalen Getreidemärkten der letzten Tage zusammenfassen.
Seit Wochen gehen die Maisnotierungen an der EURONEXT zurück. Der Kassamarkt bleibt aber stabil.
Seit Wochen gehen die Maisnotierungen an der EURONEXT zurück. Der Kassamarkt bleibt aber stabil.
Mit einem Weihnachtsausverkauf diverser Fonds an den internationalen Terminmärkten für Weizen, Mais, den Sojakomplex und Raps geht das Kalenderjahr 2012 zu Ende, ohne dass sich aber an den fundamentalen Daten extrem enger Versorgungsbilanzen etwas geändert hätte. Dementsprechend gelassen reagieren die Kassamärkte und halten ihre teils deutlichen Prämienaufschläge zu den Terminkursen.

Rückgang an Terminmärkten
Der Rückgang der Notierungen an den Terminmärkten hatte eine Ansammlung mehrerer - zum Teil poltisch motivierter - Faktoren in den USA als Ursache. In Europa, an der Pariser Euronext, dagegen drückten die Euro-Stärke sowie der Anstieg der Weizenfläche zur Ernte 2013 in Deutschland um 9% auf die Notierungen. Außerdem laufen die Jänner-Kontrakte bei Weizen und Mais bald aus, was dazu führt, dass viele Positionen aufgelöst werden.

Wiener Produktenbörse
Die Preise am physischen Markt in Österreich gaben zuletzt zwar auch nach, aber nicht so stark wie an den internationalen Terminmärkten. Am Mittwoch der vergangenen Woche (19.12.) notierte die Wiener Produktenbörse den Premiumweizen zwar gegenüber der Vorwoche um EUR 6,- pro t niedriger, doch hielt sich die Aufmischqualität mit durchschnittlich EUR 261,50 pro t über der 260er-Linie und erzielt nun wieder einen Qualitätsaufschlag gegenüber den aktuellen Weizennotierungen an der Euronext. Diese sanken in der Woche vor Weihnachten zwischenzeitlich bis unter die 250-Euro-Widerstandslinie. Am 21.12. konnten sich aber die Jänner-Kurse wieder leicht erholen und schlossen mit 254,50 Euro bei Weizen (+5,50 Euro) bzw. 240 Euro bei Mais (+2,25 Euro).

Kassamarkt stabil
Die aktuellen - als einzige für Brotweizen - an der Wiener Produktenbörse notierten Premiumweizenpreise heben sich so wie die der anderen Brotweizenqualitäten kaum mehr von den Futterweizenpreisen ab, wobei für die Futterqualität ab Station Werte um EUR 255,- pro t kolportiert werden. Stark hält sich auch die Futtergerste mit einer Notierung von EUR 232,50 pro t. Auch der Maispreis hält sich weiter auf hohem Niveau. So werden - je nach Region - Landwirt-Preise von 250 bis 260 Euro (brutto) kolportiert.


Aktualisiert am: 25.12.2012 11:28
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