Getreidemarkt vom 22.10.2011

An der Wiener Produktenbörse wurde diese Woche wieder Mahlweizen und Braugerste gehandelt. Der erste Kurs für Industriemais ist niedriger als die Erstnotierung im vergangenen Jahr. Die Krisenstimmung wirkt sich somit auch auf unseren Markt aus.
Die Kurse stagnieren oder fallen, die Stimmung am Weltmarkt trifft somit auch Österreich.
Die Kurse stagnieren oder fallen, die Stimmung am Weltmarkt trifft somit auch Österreich.
Die Trends der vorigen Wochen am österreichischen Brotweizenmarkt verfestigten sich diese Woche. Premiumweizen konnte seine Preise von 225 bis 235 Euro pro t halten und notierte an der Wiener Produktenbörse am Mittwoch dieser Woche unverändert. Die Notierung von Qualitätsweizen dagegen verlor weiter (200 bis 210 Euro pro t) und nach einer einwöchigen schöpferischen Pause wurde auch wieder Mahlweizen gehandelt und notierte mit 175 bis 182 Euro pro t ebenfalls spürbar unter der Marke von vor vierzehn Tagen. Dabei schrumpfte auch der Preisabstand zum Qualitätsweizen, der in den vergangenen Wochen vergleichsweise mehr von seinem Preis abgeben musste.
Auch die Braugerstennotierung tauchte mit 220 bis 225 Euro pro nach einer Pause wieder am Wiener Kursblatt auf, ebenso wie erstmalig aus der Ernte 2011 auch Industriemais mit 165 bis 166 Euro pro t. Und auch diese Beiden notierten diesmal niedriger als bei der letzten Preisfestsetzung beziehungsweise der vergleichbaren Erstnotierung 2010/11. Auch Futtergerste verlor neuerlich an Terrain. Der heimische Kassamarkt kann sich damit der von Krisenangst getriebenen Stimmung der globalen Wirtschaft und der Finanzmärkte auch nicht entziehen.

Allerdings heißt es im heimischen Handel, dass hierzulande entgegen dem Trend am Weltmarkt der Preisdiskont Nachfrage und Umsatz von Getreide nicht signifikant stimuliert habe. Die heimische Umsatzkurve verlaufe zyklisch mit einem ersten Hoch nach der Ernte, dann einem Abflachen und dann wieder - wie nun eben auch - mit einem leichten Aufschwung. Insbesondere Qualität, wenn man sie in der gewünschten Ausprägung finde, werde auch unabhängig von der aktuellen Bedarfslage gekauft.

Notierungsgewinne verbuchten diesmal lediglich - so wie in der Vorwoche - Raps, der angesichts gedämpfter Ernteaussichten in Europa für 2012 auf Termin gekauft wird, und Sonnenblumen, die damit den Negativtrend der Vorwoche umkehrten, nachdem offensichtlich der Erntedruck nachgelassen hat.


Aktualisiert am: 24.10.2011 16:06
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