Getreidemarkt vom 17.10.2011

Die Schätzungen des US-Landwirtschaftsministerium hat wieder einmal den Markt beunruhigt. Der Aufwärtstrend der Kurse konnte jedoch nicht gebremst werden. Die Maiserte ist in vollem Gange.
Die Maisernte läuft gut, die Erträge sind in vielen Gebieten überdurchschnittlich hoch.
Die Maisernte läuft gut, die Erträge sind in vielen Gebieten überdurchschnittlich hoch.
Das US-Landwirtschaftsministerium sorgte mit seiner jüngsten Schätzung zur weltweiten Weizenversorgung wieder einmal für eine Überraschung und setzte die globalen Endbestände beim Weizen 2011/12 deutlich stärker herauf als erwartet. Die Fachleute erwarten mit 202,4 Mio. t nun für dieses Wirtschaftsjahr die höchsten Weizenvorräte der letzten 10 Jahre. Ursache dafür sollen vor allem eine höhere Erzeugung (auf 681,2 Mio. t) wie auch eine Korrektur der Anfangsbestände und eine deutlich geringere Verwendung im Futtertrog sein. Innerhalb von nur drei Monaten hat das USDA damit seine Einschätzung grundlegend revidiert. Noch im August war eine Versorgungslücke von rund 8 Mio. t erwartet worden, nun rechnet man mit einem ebenso großen Überschuss zum Ende des Wirtschaftsjahres.

Es hätte schlimmer kommen können nach dieser Ernteschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums. Zwar gab es an den Börsen zuerst einen Riesenknall, aber die Aufwärtsrichtung dieser Woche konnte damit nicht umgekehrt werden. Auch von den Finanzmärkten kamen nach der neuerlichen EU-Entscheidung beruhigende Signale. An der Matif ging man ebenfalls mit kleinen Gewinnen von 1 – 2 €/t ins Wochenende.

An der Euronext in Paris steigen die Kurse für Weizen und Mais - trotz ausgezeichneter Maisernte - wieder.


Aktualisiert am: 17.10.2011 18:10
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