Getreidemarkt am 9. Juli 2012

Geringe Erträge und relativ hohe Notierungen – so präsentiert sich der Getreidemarkt aktuell. Allerdings kühlten sich die überhitzten Terminmärkte zuletzt wieder etwas ab.
November-Weizennotierung an der Euronext
November-Weizennotierung an der Euronext
Geringe Erträge und relativ hohe Notierungen – so präsentiert sich der Getreidemarkt aktuell. Innerhalb von nur einer Woche ist die Weizennotierung an der Euronext in Paris ausgehend von hohem Niveau nochmals um mehr als 15 Euro pro Tonne gestiegen. Vergangenen Freitag (6.7.) ist die Notierung zwar um 1,75 Euro zurückgegangen, doch mit 242 Euro hat sich Weizen auf sehr hohem Niveau gefestigt. Am Kassamarkt sind derzeit Landwirt-Abgabepreise von 195 bis 215 Euro (Butto) für Mahlweizen möglich. Allerdings sei das Kaufverhalten der Mühlen noch sehr zurückhaltend, berichten Marktexperten. Drückende Kurse aus den USA (minus 8 Euro am Freitag) gelten als Zeichen dafür, dass sich die überhitzten Terminmärkte wieder etwas abkühlen. Vorwiegend Gewinnmitnahmen an der Börse dürften der Grund dafür sein.

Letztendlich spricht aber vieles gegen einen Einbruch der Getreidemärkte. So wird die Getreideernte (ohne Mais) der Ukraine auf gerade mal 23 Mio. t. geschätzt. Im Vorjahr waren es noch 34 Mio. Auch in Österreich sorgten Trockenheit, Frost und Hagelschäden vor allem im Osten des Landes für Mindererträge. Vorsichtige Schätzungen gehen von einer Gesamtgetreidemenge (ohne Mais) von 2.592.135 t. gegenüber 3.216.238 t. im Vorjahr aus.

Aktualisiert am: 09.07.2012 16:05
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