Getreidemarkt am 5.11.2011

Die internationalen Getreidemärkte verliefen in der abgelaufenen Woche weitgehend ereignislos. Weiterhin blickt alles auf Griechenland.
Euronext: November-Notierungen von Mais und Weizen
Euronext: November-Notierungen von Mais und Weizen
Grundsätzlich üben die externen Märkte sowie die allgemeinwirtschaftliche Stimmung starken Einfluss auf die Agrarrohstoffmärkte aus. Die fundamentalen Daten der Rohstoffmärkte selbst spielen derzeit kaum eine Rolle. Bei Mais etwa ist erneut mit einer sehr geringen „Stock-to-use-ratio“, also einem sehr geringen Lagerendbestand im Verhältnis zum Verbrauch, zu rechnen.

Notierungen bewegen sich seitwärts

Dennoch geben sich die Maisnotierungen an den Börsen in Paris und Chicago der Seitwärtsbewegung hin, die durch den aktuellen Erntedruck sogar leicht gedrückt wird. Eine leichte Kursbelebung erfuhr in den letzten Wochen Weizen. Dies hing aber hauptsächlich mit dem Näherrücken des Novembertermins der Weizennotierung zusammen. Viele Investoren, die auf fallende Preise spekuliert haben, stellen nun ihre Positionen glatt. Das heißt, sie kaufen Weizen. Daher entsteht eine kurzfristige Nachfrage, die aber mit dem Realmarkt wenig zu tun hat.

Ruhe bis Jahreswechsel?

Am europäischen Exportmarkt ist von aktuell hohen Exportzahlen von Weizen zu hören, was den Binnenmarkt entlasten würde. Grundsätzlich ist aber – so die Weltwirtschaft für keine Überraschung sorgt – in den letzten Wochen vor dem Jahreswechsel eher mit einem ruhigen Marktverlauf zu rechnen. Das hängt traditionell damit zusammen, dass sich viele Verarbeiter bis ins kommende Kalenderjahr mit Ware eingedeckt haben dürften.


Aktualisiert am: 05.11.2011 06:30
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