Getreidemarkt am 17. August 2011

Nach den Kursrückgängen der letzten Wochen setzt sich nun eine stabile Aufwärtstendenz bei Getreide fort. Wie sich Weizen entwickelt, bleibt abzuwarten. Bei Mais zeichnen sich steigende Preise ab.
Die Versorgung mit Weizen bleibt stabil, das Maisdefizit wird größer.
Die Versorgung mit Weizen bleibt stabil, das Maisdefizit wird größer.
Innerhalb der letzten fünf Handelstage legten die Kurse an der Börse Chicago um insgesamt 9 % zu. Gründe dafür könnten der schwächere Dollar sowie aufkeimende Exporthoffnungen (Saudi-Arabien) der USA sein. Ausgehend von dieser positiven Entwicklung festigten sich auch die Getreidenotierungen an der für Europa maßgeblichen Euronext-Börse in Paris auf einem Niveau von ca. 200 Euro pro Tonne.

Weizen bleibt stabil
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat letzte Woche ihre Schätzung für die globale Weizenernte um knapp 10 Mio. t. nach oben korrigiert. Einer prognostizierten Ernte von 672 Mio. t. (Vorjahr: 648 Mio. t.) steht nun ein ebenfalls etwas nach oben korrigierter Verbrauch von 675 Mio. t. gegenüber. Sollte die erwartete Entspannung an den Weizenmärkten tatsächlich eintreten, dann dürfte der Raum für weitere nachhaltige Preissteigerungen begrenzt sein. Am Kassamarkt ist derzeit von Großhandelspreisen von ca. 200 Euro für Futtergetreide und ca. 220 Euro für Brotgetreide zu hören.

Maisdefizit wird größer
Vom Maismarkt gehen derzeit wenige Impulse aus. An der Euronext notiert Mais relativ stabil bei ca. 200 Euro. Das USDA verringerte zuletzt seine Ernteprognose für die USA um 12 Mio. t. auf 328 Mio. t. (Vorjahr: 316 Mio. t.). Grund dafür sind Hitze und Trockenheit in wichtigen Anbaugebieten der USA. Das Maisdefizit sollte demnach in diesem Jahr 8,4 Mio. t. betragen.


Aktualisiert am: 17.08.2011 08:59
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