Getreideernte 2010 hinter Vorjahresergebnis

Die heurige Getreideernte wird mit 2,7 Mio. t um 8% unter dem Vorjahresniveau liegen. Vor allem bei Futtergetreide sind die Ernteeinbußen eklatant.
Die Erntemenge der österreichischen Getreideernte blieb dieses Jahr klar hinter dem Vorjahresergebnis zurück.
Die Erntemenge der österreichischen Getreideernte blieb dieses Jahr klar hinter dem Vorjahresergebnis zurück.
Die Statistik Austria geht dieses Jahr von einer Gesamt-Geteideernte von 2,7 Mio. t (ohne Körnermais) aus, was einem Minus von 8% zum durchschnittlichen Vorjahresergebnis entsprechen würde. Waren die ersten Prognosen im Juni noch sehr optimistisch, so wurden die Auswirkungen der viel zu kühlen Witterung im späten Frühjahr, verbunden mit hohen Niederschlagsmengen, erst jetzt in vollem Ausmaß ersichtlich. Die im Juli anschließende Hitzewelle beeinträchtigte zusätzlich eine normale Entwicklung der Kulturen und induzierte partiell eine verfrühte Kornreife.

Wintergetreide: Menge um 7% geringer
Bei Wintergetreide wird mit einer Produktion von 2,2 Mio. t (-7% zu 2009) gerechnet. Im Bereich Sommergetreide wirkten sich die schlechten Witterungsverhältnisse im Mai und Juni stärker aus. Verbunden mit einer deutlichen Flächenreduktion wird deshalb die erwartete Erntemenge auf nur 503.700 t (-13%) geschätzt.

Körnermais: Auch Ertragseinbußen
Körnermais dürfte auf nahezu unveränderter Kulturfläche nach drei ertragsstärkeren Jahren erstmals wieder eine kleinere Erntemenge von 1,7 Mio. t erbringen (-12%), damit aber immer noch im Bereich des Zehnjahresmittels liegen (-1%). Die gesamte Getreideernte wird sich somit voraussichtlich auf 4,4 Mio. t (-10%) belaufen. Auch die Produktion von Silomais (inklusive Grünmais) dürfte mit 3,5 Mio. t (-6%) im durchschnittlichen Rahmen ausfallen (+2%).


Aktualisiert am: 10.09.2010 08:46
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