Getreideanbau in Oberösterreich: Die Anbauentwicklung

Mit einer Gesamtanbaufläche von 77.000 ha (+3.000 ha) ist Mais auch 2011 die dominierende Feldfrucht in Oberösterreich. Dahinter folgen die Ackerkulturen Winterweizen und Wintergerste.
Mais, Weizen und Wintergerste sind weiterhin die dominierenden Ackerkulturen in Oberösterreich.
Mais, Weizen und Wintergerste sind weiterhin die dominierenden Ackerkulturen in Oberösterreich.
Der Anbau von Futtergetreide hat also erneut zugelegt. Das deutet auf eine weitere Intensivierung der Tierproduktion hin. Oberösterreich verfügt bei 20 % der Ackerfläche Österreichs über eine weit höhere Bedeutung in der tierischen Produktion.

Die Rolle der Lagerhäuser für Oberösterreichs Getreidebauern

Im Vorjahr haben RWA und Lagerhaus allein in Oberösterreich ca. 150.000 Tonnen Getreide aufgekauft und vermarktet. Diese Menge entspricht in etwa der Lagerkapazität, welche die Lagerhäuser gemeinsam mit der RWA und deren Tochterunternehmen Garant Tiernahrung in Oberösterreich stellt. Eine bedeutende Rolle nimmt die Lagerhausorganisation auch in der oberösterreichischen Saatgut-Wirtschaft ein. „Mehr als jedes zweite Kilo Saatgut liefern in Oberösterreich die Lagerhäuser an die Bauern“, erklärt RWA Vorstandsdirektor DI Reinhard Wolf. „Sukzessive gesteigert wurden in Oberösterreich auch die Saatgutvermehrungen, die dann am Dienstleistungsweg entweder durch die Lagerhäuser im benachbarten Niederösterreich oder durch die Saatbau Linz aufbereitet werden.“

Investitionen in die (Saatgut-)Zukunft

Allein die Eigenmarke "DieSaat" hält in Oberösterreich einen Marktanteil von 35% bei Winterweizen, 25% bei Mais und 20% bei Wintergerste. Diese starke Marktposition – weit über Oberösterreich hinaus – wäre ohne entsprechende Innovationskraft und moderne Ausstattung nicht denkbar. Daher hat die RWA in den letzten Jahren 10 Millionen Euro in den technologischen Ausbau der Saatgutanlagen in Korneuburg, Lannach, Linz und Dolny Stal (Slowakei) investiert.

Lagerhäuser als verlässliche Partner für die Landwirte

Ing Franz Reisecker (Vizepräsident LK OÖ), Max Hiegelsberger, OÖ Agrarlandesrat, DI Reinhard Wolf, Vorstandsdirektor RWA AG, DI Dr. Johann Blaimauer, Bereichsleiter Saatgut RWA AG
Ing Franz Reisecker (Vizepräsident LK OÖ), Max Hiegelsberger, OÖ Agrarlandesrat, DI Reinhard Wolf, Vorstandsdirektor RWA AG, DI Dr. Johann Blaimauer, Bereichsleiter Saatgut RWA AG
"Für Marktfruchtbetriebe und im Besonderen für Veredelungsbetriebe heißt das Ziel Nummer 1 die Einkommenssicherung. Für uns als Konsumenten sollte auch die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln im Vordergrund stehen. Das Lagerhaus, die RWA, sind verlässliche Partner der Landwirtschaft. Abnahmesicherheit und gerechte Preise für die Landwirtschaft sind unser gemeinsames Ziel", betont Oberösterreichs Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Die Aussichten für Österreichs Getreidebauern

„Auf die Landwirtschaft kommen große Herausforderungen zu: Eine wachsende Weltbevölkerung ist zu ernähren. Durch den höheren Fleischkonsum in Schwellenländern steigt der Bedarf an Futtermitteln und auch der Bedarf an industrieller Verarbeitung nimmt zu. Dieses Umfeld bietet viele Chancen für die österreichische Landwirtschaft“, blickt DI Reinhard Wolf, RWA Vorstandsdirektor optimistisch in Richtung Ernte und ergänzt: „Speziell Oberösterreich ist kein Marktleistungs- sondern ein Zuschuss-, ein Veredelungsgebiet. Insbesondere bei Mais hängt das Preisniveau zur Ernte sehr stark von der europäischen Gesamtbilanz ab. Und hier spricht sehr vieles für eine knappe Ernte.“ Weiters zeigt sich Wolf erfreut, dass auch zur heurigen Ernte Euronext-Verträge auf Mahlweizenbasis in Oberösterreich sehr gut angenommen wurden. Die Preisfixierung sei laut Wolf „zu einem mehr als attraktiven Preisniveau vor der Ernte“ erfolgt und würde, so Wolf „aus heutiger Sicht auch sehr gute Deckungsbeiträge bringen.“ (Quelle: RWA-Information)


Aktualisiert am: 27.06.2011 20:59
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