Getreide- und Futtermittelknappheit in der EU kein Thema

Die Europäische Kommmission hat Befürchtungen einer Getreideknappheit vom Tisch gewischt, berichtet Agra Europe.
Keine Abgabe von Interventionsgetreide

Die Lager seien nach zwei guten Jahren gefüllt, hieß es beim zuständigen Verwaltungsausschuss am vergangenen Donnerstag in Brüssel. Man rechne nicht mit Versorgungsschwierigkeiten. Brüssel sieht trotz schlechter Witterung keine Versorgungsschwierigkeiten. Einen Verkauf von Interventionsbeständen lehnte die Behörde weiter ab. Verwiesen wurde auf eine leichte Entspannung der Futtermittelpreise sowie gute Ernteaussichten für Soja. Ein Kommissionsexperte unterstrich darüber hinaus das negative Signal. Das von einem Verkauf der Interventionsbestände während der Ernte ausgehen würde. In der EU-Intervention befanden sich zum Stichtag 22. August 2010 laut Kommissionsangaben insgesamt 5,7 Mio. t Getreide darunter 5,4 Mio. t Gerste 260.000 t Weichweizen und 123.000 t Mais.

EU-Getreideernte: Schätzungen der Erntemengen deutlich nach unten korrigiert

Unterdessen haben die Beamten die EU-Getreideernte in ihrer jüngsten Schätzung deutlich nach unten korrigiert: Jetzt sollen noch 279 Mio. t eingebracht werden. Das wären rund 15,7 Mio. t wenige als im vergangenen Jahr. Vor einem Monat war die Kommission noch von 287,3 Mio. t ausgegangen. Angesichts des verregneten Augusts senkten die Experten besonders deutlich ihre Produktionserwartung für Körnermais, nämlich um 4,8 Mio. t. auf 55,3 Mio. t. Das Weichweizenaufkommen dürfte noch 126,8 Mio. t betragen, 3 Mio. t weniger als Ende Juli veranschlagt. Die geschätzte Gersteproduktion wurde um 2,8 Mio. t auf 53,4 Mio. t gesenkt. Kleinere Anpassungen gab es auch für Hartweizen, Roggen, Hafer und andere Getreidearten, so Agra Europe (Quelle: ISN Deutschland, schweine.net).


Aktualisiert am: 01.09.2010 15:18
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