Geschwister: Die Reihenfolge entscheidet

Wenn mehrere Kinder in einer Familie aufwachsen ist das in erster Linie schön und bereichernd für alle Beteiligten. Doch wenn Uneinigkeit und Eifersucht herrscht, sind Konflikte unter Geschwistern vorprogrammiert.
Ältester, Sandwichkind und Nesthäkchen: Die Geschwisterreihenfolge prägt das ganze Leben. Foto: Heike Berse/pixelio.de
Ältester, Sandwichkind und Nesthäkchen: Die Geschwisterreihenfolge prägt das ganze Leben. Foto: Heike Berse/pixelio.de
Die Position in der Geschwisterfolge prägt jeden auf individuelle Art und Weise. Brüder und Schwestern buhlen Zeit ihres Lebens um die Liebe und Anerkennung ihrer Eltern. Auch wenn diese immer wieder versichern, sie würden jedes Kind genauso und auf eine ganz spezielle Art lieben, sehnt sich jedes nach einer ganz besonderen Annahme.

Ältester, Sandwich-Kind, Nesthäkchen
Bei ältesten Kindern einer Familie beobachtet man oftmals eine gewisse Verantwortungsrolle. Der ältere Bruder beschützt und verteidigt gerne seine jüngeren Geschwister. Ältere Schwestern übernehmen manchmal eine Art Mutterrolle, indem sie die jüngeren Geschwister mit besonderer Aufmerksamkeit überschütten und ihnen stets den Vortritt überlassen. Oftmals haben ältere Geschwister auch eine Art Kontrollfunktion über den kleinen Bruder oder die kleine Schwester und möchten über deren Zukunft entscheiden. Schlägt diese Altersposition in Besserwisserei und Unterdrückung um, dann sind Konflikte innerhalb der Familie vorprogrammiert.

Am Kompliziertesten ist aber oft die Situation der mittleren Kinder in einer Geschwisterreihe. Die so genannten „Sandwich-Kinder“ sind meist besonders gewandt, kompromissbereit und finden leicht Freunde. Es fällt ihnen für gewöhnlich nicht schwer sich einzuordnen und Rücksicht zu nehmen. Meistens fühlen sich die Mittleren jedoch zu wenig beachtet und zeigen ihren Missmut darüber, indem sie in bestimmten Situationen „bockig“ reagieren.

Nesthäkchen – also das jüngste Mädchen oder der jüngste Bub in der Geschwisterreihenfolge - werden öfters wie kleine Prinzessinnen oder Prinzen behandelt. Sie müssen weniger Hilfsarbeiten im Haushalt verrichten, bekommen meist das größte Stück vom Nachtisch und oftmals auch mehr Nachsicht von Seiten der Eltern. „Er ist ja noch so klein! Sie kann das eben noch nicht so gut!“ Auf der anderen Seite sind jüngste Kinder meist bestrebt ihren großen Geschwistern um nichts nachzustehen und sind bei Nichterreichen dieses oft unmöglichen Zieles leicht entmutigt.

Den gesamten Artikel von Roswitha Wurm lesen Sie in der Ausgabe 16/2013 des fortschrittlichen Landwirts.

Weiters in dieser Ausgabe:
  • Wenn die Eltern zum Pflegefall werden
  • Reportage über eine Rosenschule
  • Rezepte mit Fruchtgemüse


Aktualisiert am: 05.08.2013 11:28
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