Geringere Zusatzabgabe möglich bei mehr Quotendisziplin

Je mehr Milchlieferanten sich an die einzelbetriebliche Quote halten, desto geringer wird die Zusatzabgabe ausfallen. Noch lässt sich die Milchmenge beeinflussen.
Österreich ist der sechstgrößte Überlieferer.
Österreich ist der sechstgrößte Überlieferer.
Die AMA sagt aufgrund der Milchanlieferungen seit April 2005 für den ZMZ 2005/06 momentan eine Zusatzabgabe nach dem Ausgleich von Unter- und Überlieferungen von 12,36 Cent/kg Überlieferung voraus. Dies kann sich natürlich noch ändern. Wird die Anlieferung in den verbleibenden Monaten bis 31. März 2006 etwas zurückgenommen und halten sich möglichst viele Milchlieferanten an ihre einzelbetriebliche Quote, dann kann die Zusatzabgabe noch geringer ausfallen.J
eder Milcherzeuger kann dabei einen Beitrag leisten. Quotendisziplin heißt, dass sich nicht nur die Mitgliedsstaaten an ihre nationale Milchquote, sondern auch alle Milcherzeuger an ihre einzelbetriebliche Milchquote halten.
Dabei ist auch der Fettgehalt der angelieferten Milch zu beachten. Ist der Fettgehalt der Anlieferungsmilch höher als der Referenzfettgehalt des Betriebes, muss weniger Milch geliefert werden, um nicht die A-Quote zu überliefern.
0,1 % mehr Fett in der Anlieferungsmilch bedeutet 1,8 % weniger Milchanlieferung (Fettkorrektur!).
Auf jeder monatlichen Milchgeldabrechnung wird jedem Milchlieferant mitgeteilt, wie viel er schon im ZMZ geliefert hat und wie viel noch in der verbleibenden Zeit bis zum Ende des ZMZ (31. März) noch geliefert werden kann.
Diese Information in kg und in Liter und auf den Fettgehalt der Anlieferung des jeweiligen Betriebes bezogen soll Hilfe sein, die A-Quote im Rahmen der einzelbetrieblichen Möglichkeiten zu nutzen, aber auch einzuhalten.

Autor: OLWR Dipl.-Päd. Ing. Josef WEBER, LK Niederösterreich, Referat Milchwirtschaft


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Aktualisiert am: 27.01.2006 10:59
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