Geräteträger-Test: So mähen die Schweizer

Seinen Hydromäher Swiss hat Rapid speziell für das Bergmähen konstruiert. Das „Landwirt“-Testteam hat ihn mit dem Rapid Geräteträger Euro4 verglichen. Doch was kann der Swiss besser als sein großer Bruder und was kann er nicht?
In der Bedienung sind sich die beiden Rapid Brüder ähnlich.
In der Bedienung sind sich die beiden Rapid Brüder ähnlich.
Die beiden Testkandidaten sind beide Geräteträger, aber für unterschiedliche Einsätze konzipiert. Die Vorzüge und universellen Einsatzmöglichkeiten des Euro4 haben wir bereits im Teil 1 in der Ausgabe 08/2009 vorgestellt. Der Swiss ist im Vergleich zu den typischen Geräteträgern viel anders.

Leistung und Gewicht
Der Robin-Subaru-Motor im Swiss leistet knapp 4 PS weniger, als der Briggs&Stratton-Motor im Euro4. Das macht auch schon den Hauptunterschied für die Einsatzmöglichkeiten. Beim Swiss lassen sich zwar wie beim Euro4 neben den verschiedenen Mähbalken auch andere Werkzeuge montieren, doch sind seine Möglichkeiten auf Grund der niedrigeren Leistung entsprechend eingeschränkt. Während beim Euro4 die Motorleistung für den reinen Mäheinsatz überdimensioniert ist, haben die Rapid-Konstrukteure die Motorleistung des Swiss genau für das Bergmähen abgestimmt.
Das Euro4 ist um gute 110 kg schwerer als der kleinere Swiss. Bei Einsätzen im Winterdienst, im Gartenbau und im Kommunaleinsätzen ist das höhere Gewicht in vielen Fällen ein Vorteil, ja in manchen Fällen sogar ein Muss. Nachteilig wirkt es sich aber beim Spritverbrauch und beim Handling am Hang aus.

Fazit
Wer die Vielseitigkeit des Euro4 nicht nützen kann, sollte sich für den um gute 3.000 Euro günstigeren Swiss entscheiden. Da mit dem Swiss die gleiche Flächenleistung wie mit dem Euro4 erzielt werden kann, dieser dabei aber um 2 Liter Benzin pro Hektar weniger verbraucht, lässt sich gleich doppelt sparen. Der Bedienungskomfort und das Handling des Swiss sorgten beim Testteam für Begeisterung. Er ist ein Spezialist für das Mähen von ebenen Flächen im Tal bis zu den steilsten Flächen im Gebirge. Er verschiebt die Grenze für die Sensenmahd weiter nach oben. Der kräftigere Euro4 ist ein vielseitiger, klassischer Einachs-Geräteträger.

Autoren: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau und Ing. Josef WIPPL, BLT Wieselburg


Aktualisiert am: 19.05.2009 16:44
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