Gentechnik – das gilt für die Landwirtschaft

Während die Akzeptanz der Gentechnik in der Medizin in der Bevölkerung zunimmt, ist der Einsatz der „Grünen Gentechnik“, also im Landwirtschafts- und Ernährungsbereich, weiterhin umstritten. Meinungsumfragen zeigen, dass bis zu 90% der Österreicher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen.

Soja war die erste Pflanze, für die eine GVO-Zulassung erteilt wurde.
Soja war die erste Pflanze, für die eine GVO-Zulassung erteilt wurde.

Saatgut gentechnisch veränderter Sorten ist bis heute in Österreich nicht zugelassen (Moratorium). Ähnlich wie bereits im Futtermittelbereich erwähnt, stellt sich auch hier die Frage der Spuren von GVO, die bei der Saatguterzeugung möglich sind. Zurzeit gibt es (noch) keinen EU-weiten Grenzwert für diese Verunreinigungen, in Diskussion sind jedoch Grenzwerte von 0,3% für Raps, 0,7% für Soja und 0,5% für Mais und andere Erzeugnisse. Bis zur Entscheidung dieser Frage auf EU-Ebene hat sich Österreich für eine eigenständige Lösung entschieden. Mit Verordnung wurde de facto eine Nulltoleranz festgelegt, sodass im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle nur Verunreinigungen bis 0,1% akzeptiert werden.


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Aktualisiert am: 27.08.2003 14:27
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