Genmais - Verzicht: Auch Frankreich ist im Boot

Nachdem bereits 42 Regionen in der Europäischen Union unter der Führung von Oberösterreich und der Toskana freiwillig auf gentechnisch veränderte Pflanzen in der Landwirtschaft verzichten wollen, ist nun auch Frankreich mit im Boot.
Frankreich ist ebenfalls für freiwilligen Verzicht von Genmais.
Frankreich ist ebenfalls für freiwilligen Verzicht von Genmais.
Als zweitgrößter Agrarexporteur der Welt und als führendes Agrarland in Europa ist gerade der Schwenk Frankreichs zu einer kritischen Einstellung gegenüber genmanipulierten Saatgutsorten und Pflanzen ein starkes Signal. "Es geht um das Recht auf Selbstbestimmung und freiwilligen Verzicht auf Gentechnik im agrarischen Pflanzenbau", sagt Oberösterreichs Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger, der die Allianz gegen Gentechnik Ende 2004 initiiert hat. Oberösterreich ist mit den Regionen Frankreichs gut verbunden und im Netzwerk der freiwilligen Allianz gegen Gentechnik vereinigt.

Europa nicht 53. US-Bundesstaat
"Der Schwenk Frankreichs zu einem Genmais-Anbauverbot ist für ein geschlossenes Auftreten von großer Bedeutung und bestätigt den Weg der Gentechnikfreiheit", betont Landesrat Stockinger, der sich von den Drohungen der USA und den angekündigten Handelskrieg der Amerikaner nicht beeindrucken lässt.

Die Vereinigten Staaten wollen mit Genmais auf den europäischen Markt vordringen und drohen mit Handelsperren und Strafzöllen. "Europa ist nicht der 53. Bundesstaat der USA, die Vereinigten Staaten sollen in Markt- und Handelsfragen zuerst vor der eigenen Haustüre kehren", sagt Landesrat Stockinger, "es wird Zeit für ein Stück mehr Selbstbewusstsein der Europäer, damit die Qualitätsproduktion bei Lebensmitteln nach den eigenständigen Wünschen der Konsumenten weitergeführt werden kann".


Aktualisiert am: 16.01.2008 15:08
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