Gender: Die Landwirtschaft wird immer weiblicher

Nahezu jede aktuelle Frage wird heute in männlich-weiblich zerlegt, und so ist es nur logisch, dass auch die Genderfrage in die Landwirtschaft drängt. Hier also der Frauenbericht. Wie geht’s der Frau in der Landwirtschaft?
Mehr als 31 % der Bäuerinnen haben einen Fachschulabschluss.
Mehr als 31 % der Bäuerinnen haben einen Fachschulabschluss.
Die Zahlen im aktuellen Frauenbericht bestätigen auch die wissenschaftliche Arbeit der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien „Landwirtschaftliche Betriebsleiterinnen in Österreich“ (Forschungsbericht 62), wonach im europaweiten Vergleich Österreich mit etwa 40 % einen der höchsten Werte an landwirtschaftlichen Betriebsleiterinnen bei einer Gesamtzahl von 187.000 Höfen aufweist. Etwa 60 % davon werden allerdings im Nebenerwerb bewirtschaftet. Allerdings wird in diesem Zusammenhang im Frauenbericht darauf verwiesen, dass, ähnlich wie in anderen Wirtschaftssektoren, mit zunehmender sozialer Hierarchiestufe der Frauenanteil schwindet. In der Landwirtschaft werden bei Betrieben ab einer Größe von 200 Hektar nur mehr 17 % von Frauen geleitet. In der zentralen Interessensvertretung sind die Frauen unterrepräsentiert, in den Landwirtschaftskammern beträgt ihr Anteil lediglich 15 %.

Weitere interessante Zahlen, Daten und Fakten erfahren Sie in der Ausgabe 4/2011 vom 16. Februar auf den Seiten 6-7.

Autor: Prof. Dr. Gerhard POCHACHER, Wien


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Aktualisiert am: 03.02.2011 16:44
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