Gemüseernte 2011 voraussichtlich um 4% höher

Die Produktion von Feld- und Gartenbaugemüse (exkl. Chinakohl) wird sich, ersten Schätzungen der Statistik Austria zufolge, auf 588.000 t belaufen und somit 4% über dem Vorjahr liegen. Dies würde einem Plus von 9% gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt entsprechen.
Die Produktion von Feld- und Gartengemüse wird sich laut Statistik Austria auf 588.000 t belaufen.
Die Produktion von Feld- und Gartengemüse wird sich laut Statistik Austria auf 588.000 t belaufen.
Bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse könnte um 4% mehr geerntet werden als im ertragsschwachen Jahr 2010. Auch bei Fruchtgemüse dürfte die Produktion trotz neuerlich reduzierter Anbaufläche höher ausfallen (+5%). Ebenso werden voraussichtlich Hülsenfrüchte, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten um 4% zulegen. Die Fruchtgemüseernte wird nach ersten Prognosen, trotz Reduktion der Anbaufläche um 7%, mit 131.900 t deutlich über dem Vorjahresergebnis liegen (+5%). Insbesondere bei Zuckermais kam es, vor allem in Niederösterreich, erneut zu einer starken Flächenreduktion auf nunmehr 460 ha (-21%), woraus eine Ernte von 8.000 t resultieren könnte (-18%). Bei Tomaten dürfte, bei leichter Flächenausweitung (+2%) vor allem der ertragsstarken Rispenparadeiser, die Ernte 47.600 t (+8%) betragen. Bei Gurken ging die Fläche insgesamt zwar weiter zurück (-3%), dennoch dürfte die Erntemenge mit 43.700 t klar über der des Vorjahres liegen (+7%). EHEC-bedingt kam es jedoch - gerade zu Saisonbeginn - zu teils erheblichen Vermarktungsproblemen. Auch bei Paprika wird mit einem Ernteplus von 8% (15.400 t) gerechnet. Bei Speisekürbis dürfte die Fläche leicht zulegen, wodurch eine Produktion von 11.000 t (+2%) erreicht werden könnte, und bei Zucchini könnte die Ernte mit 4.900 t ebenfalls über der des Vorjahres liegen (+6%).

Salaternte vermutlich unter dem Vorjahresniveau
Bei Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse wird aus derzeitiger Sicht von einer Erntemenge von 140.800 t (+4%) ausgegangen. Die Salaternte dürfte allerdings mit 43.200 t unter dem schon sehr niedrigen Vorjahresniveau liegen (-9%), da aufgrund der EHEC-Krise Teilflächen gar nicht abgeerntet wurden.

Deutlich mehr Knoblauch und Kren
Bei Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüse dürfte die Produktion insgesamt 315.200 t erreichen und damit 4% über dem Wert von 2010 liegen. Flächenbedingt wird bei Zwiebeln von einer Mengensteigerung um 5% (161.900 t) ausgegangen. Auch die Anbaufläche für Knoblauch wurde erheblich ausgeweitet, sodass eine Menge von 460 t (+50%) erreichbar wäre. Auch Karotten dürften aufgrund der Anbausteigerung ein Ernteergebnis von 89.800 t (+5%) bringen. Ebenso bahnt sich bei Kren, teilweise flächenbedingt, mit 3.600 t eine um 27% höhere Ernte an als 2010.


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Aktualisiert am: 15.07.2011 08:27
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