Gemüse gegen Demenz

Folsäurereiche Ernährung wird als eine wesentliche Vorbeugemaßnahme gegen Demenzerkrankungen empfohlen. Grüne Gemüse sollten daher öfter auf den Tisch.

Homocystein ist ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel, welches laufend im Körper anfällt und mit Hilfe der drei B-Vitamine Folsäure, B6 und B12 „entsorgt“ werden muss, wobei der Folsäure hierbei die größte Bedeutung zukommt. Erhöhte Homocysteinwerte im Blut wurden als unabhängiger Risikofaktor für eine Reihe von Erkrankungen, allen voran Gefäß- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie Demenzerkrankungen identifiziert und besitzen dabei prognostische Funktion. Zu viel Homocystein schädigt die Blutgefäße und trägt somit zur Bildung von arteriellen und auch venösen Verschlüssen bei. Ursachen für leicht erhöhte Homocystein-Spiegel sind u.a. genetische und Ernährungsfaktoren.

Auch wenn Demenz in letzter Konsequenz nicht gänzlich aufgehalten werden kann, so könnte doch eine Ernährung reich an Folsäure neben lebenslangem Gehirntraining sowie einem generell gesunden Lebensstil eine hoffnungsvolle Maßnahme darstellen, kognitiven Verfall zumindest hinauszuzögern. Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs empfiehlt für eine adäquate Folsäurezufuhr insbesondere grüne Gemüsesorten vermehrt in den Speisealltag zu integrieren. Zu den Top-Folsäurelieferanten zählen übrigens Erbsen, Kohlsprossen, Brokoli, Hülsenfrüchte, Kartoffel und Vollkornprodukte. Folsäure gehört in Österreich zu den „kritischen“ Vitaminen, die täglichen Aufnahmeempfehlungen werden im Mittel um etwa die Hälfte unterschritten. Eine vermehrte Aufnahme wäre deshalb in allen Altersgruppen vorteilhaft.

Autor: Mag. Eva UNTERBERGER, VEÖ


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Aktualisiert am: 12.01.2006 15:29
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