Geflügelpest – für Österreich noch keine Gefahr

Bereits 1999 wurde die Geflügelpest im Zusammenhang mit den Ausbrüchen in Italien bekannt. Derzeit stehen Holland und Belgien im Zentrum des Interesses und werfen bei heimischen Geflügelhaltern ernst zu nehmende Fragen auf.
Die Geflügelpest verursachte auch große Ausfälle bei Elterntieren. Die Jungtiernachlieferung für österreichische Bauern ist noch nicht sichergestellt.
Die Geflügelpest verursachte auch große Ausfälle bei Elterntieren. Die Jungtiernachlieferung für österreichische Bauern ist noch nicht sichergestellt.
In den letzten Wochen waren noch keine konkreten Auswirkungen auf Österreich zu verzeichnen. Konsumeier für die Ostersaison waren, wenn auch teurer, in ausreichender Menge vorhanden. Auch bei Mastgeflügel kam es zu keinen Engpässen, obwohl zu bemerken war, dass bewusst „Österreichisch“ eingekauft wurde. Dehnt sich die Geflügelpest nicht weiter aus, so wird es nur geringfügige Engpässe bei Bruteiern und sonstigen Zukaufprodukten geben, da die Fehlmengen aus Holland von anderen EU Staaten (die in den letzten Monaten ohnedies mit Überproduktion zu kämpfen hatten) ausgeglichen werden. Bei massiven Ausweitungen der Pest kann es jedoch speziell im Herbst bei Eiern zu Versorgungsproblemen kommen. Bei der Mast- und Truthühnerversorgung könnte diese Situation bereits im Sommer eintreten. Auf alle Fälle werden einige Elterntierhalter mit Produktionsausfällen rechnen müssen, sofern es nicht gelingt Elterntieraufzuchten aus anderen Ländern als Ersatz für die Ausfälle aus Holland zu organisieren.

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Aktualisiert am: 27.05.2003 14:47

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