Garten: Wertvolle Pflegetipps für Stauden

DI Sandra Hinzer (Gartenplanung MR Oberösterreich) gibt Tipps zu Kultur und Pflege von Stauden.
Schnittwerkzeuge sollte immer eine scharfe, saubere Klinge haben, um Verletzungen und die Ansiedlung von Pilzen zu vermeiden.
Schnittwerkzeuge sollte immer eine scharfe, saubere Klinge haben, um Verletzungen und die Ansiedlung von Pilzen zu vermeiden.
Sie können den Pflegeaufwand so gering wie möglich halten, wenn Sie schon bei der Pflanzung von Sträuchern und Stauden auf eine standortgerechte Auswahl achten, d.h. unter anderem für sonnige Standorte lichthungrige und wärmebedürftige Pflanzen, für schattige und feuchte Orte schattenverträgliche Pflanzen. Auch die Bodeneigenschaften sind von Bedeutung und entscheiden wesentlich über das Gedeihen.
Pflanzen benötigen für ein optimales Wachstum genauso wie wir Menschen Nahrung, d.h. versorgen Sie Ihre Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen in Form von Dünger und organischer Substanz. Sie werden es Ihnen mit einem satten Grün, gesundem Wachstum und einer bunten Blütenfülle danken.

Remontierende Stauden
können Ihnen eine ganze Gartensaison lang mit ihren Blüten Freude bereiten. Bei ihnen kann durch einen Totalrückschnitt auf eine Handbreit über dem Boden ein zweiter Blütenflor bewirkt werden. Der Rückschnitt sollte kurz bzw. noch während des Abblühens geschehen, anschliessend düngen und in Folge gut wässern. Dann dauert es 4 bis 6 Wochen bis zum nächsten Blütenflor.
Zu den remontierenden Stauden zählen unter anderem Rittersporn, Katzenminze, Sommersalbei Feinstrahlaster, Konkardenblume, Phlox und einige Storchschnabelarten.

Richtiger Gehölzschnitt
Grundsätzlich gilt beim Gehölzschnitt: „So viel als nötig, so wenig wie möglich schneiden.“
Beim Schnitt immer darauf achten, dass die kleinste mögliche Schnittstelle entsteht. Solitärgehölze bzw. Gehölze mit einer besonderen Wuchsform (hängend, säulenförmig, …) bedürfen nur wenig bis gar keiner Schnittmaßnahmen. Eine Reihe von Gartensträuchern, die im Frühjahr oder Frühsommer blühen, werden nach der Blüte geschnitten. Dazu zählen unter anderem der Pfeifenstrauch (Philadelphus), der Osterstrauch (Forsythie) oder die Spieren.
Eine weitere Gruppe von Ziergehölzen wird vor dem Austrieb stark zurück geschnitten, wie zum Beispiel der Sommerflieder (Buddleja), die Bartblume (Caryopteris) oder Hortensien (Hydrangea).
Des weiteren gibt es eine Gruppe von Ziergehölzen, bei denen durch Schnitt wie Rindenfärbung oder Laubwirkung erhöht werden. Zu denen zählen unter anderem der rotlaubige Perückestrauch (Cotinus coggygria „Royal Purple“, die Teufelsspiere (Physocarpus opulifoius „Diabolo“), der Sibirische Hartriegel (Cornus alba „Sibirica“) oder die Rotlaubige Hasel (Corylus maxima „Purpurea“).

Tipps für Hecken und Staudenbeete
Es gibt Hecken, wie zum Beispiel die Hainbuchen (Carpinus betulus), die aufgrund ihrer Raschwüchsigkeit mehrmals im Jahr geschnitten werden müssen. Optimal ist hier ein Schnitt im Juni und September / Oktober. Eine Eibenhecke dagegen, die langsamer wächst, verlangt wesentlich weniger Schnittaufwand.
Entscheidet man sich für eine Thujenhecke, die durchaus gute Argumente aufweisen kann, muss man sich der begrenzten Lebensdauer von ca. 15-20 Jahren bewußt sein. Achten Sie bei Thujen darauf, nie ins alte Holz zu schneiden. Es wird nur einen geringen bis keinen Austrieb geben.
Sind Sie stolzer Besitzer einer ausladenden Blütenhecke, benötigen wesentlich weniger Schnitt. Hier werden die einzelnen Sträucher entsprechend ihrer natürlichen Wuchsform geschnitten.

Formhecke – bis zu 2x jährlich schneiden
Staudenbeete – benötigen viel Dünger, Pflege und Menschen, die die Schönheit und Einzigartigkeit einer jeden Blüte zum Leben bringen!


Aktualisiert am: 14.06.2012 10:49
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