Gangl Docking Systems erfolgreich in Frankreich

Ein großer Gemüsebaubetrieb in der Nähe von Nantes (Frankreich) hat 15 Traktoren mit dem GDS-Schnellkuppelsystem aus Österreich ausgerüstet.
Ein großer Gemüsebaubetrieb in Frankreich hat bereits 15 Traktoren mit dem GDS-Schnellkuppelsystem ausgerüstet.
Ein großer Gemüsebaubetrieb in Frankreich hat bereits 15 Traktoren mit dem GDS-Schnellkuppelsystem ausgerüstet.
Ankuppeln, abkuppeln. Mühsame Arbeitsgänge in der Landwirtschaft. Vor allem auf Grünland-, Weinbau- oder Gemüsebetrieben müssen mehrmals täglich viele Pflege-, Ernte- oder Bodenbearbeitungsgeräte an- oder umgehängt werden. Dasselbe gilt im Kommunalbereich und kostet viel Zeit sowie Treibstoff und kann im schlimmsten Fall das Unfallrisiko erhöhen. Mit dem Gangl Docking System braucht der Traktorführer beim An- oder Abkuppeln je nach Ausführung nicht mehr vom Traktor abzusteigen. In wenigen Sekunden sind Mechanik, Hydraulik und Zapfwelle verbunden oder wieder getrennt.

Gemüsebaubetrieb setzt auf GDS
Patrick Gallon, Manager des Gemüsebaubetriebes "Prim Europe" in der Nähe von Nantes (Frankreich), haben diese Argumente überzeugt. "Wir haben bereits im Jahr 2010 die ersten Prototypen hier getestet und konnten der Idee dieses Schnellkuppelsystems sofort viel abgewinnen", betont der Chef des 300 Hektar-Betriebes, der an fünf Standorten hauptsächlich Radieschen, Porree, Spinat, Kresse und Feld- bzw. Vogerlsalat produziert. Von insgesamt 72 Traktoren sind bereits 15 mit GDS ausgestattet: "Neben der enormen Zeitersparnis und der höheren Sicherheit konnten wir die Anzahl der eingesetzten Traktoren reduzieren", freut sich Gallon. Allein im Radieschenanbau konnte die Zahl der dafür notwendigen Traktoren von vier auf einen reduziert werden.

Kuppeln ohne Absteigen
Um das Gerät anzubauen muss der Fahrer die Traktorkabine nicht verlassen.
Um das Gerät anzubauen muss der Fahrer die Traktorkabine nicht verlassen.
Wie funktioniert GDS? Maßgenau aufeinander abgestimmte Module an Front oder Heck des Traktors und an der Maschine greifen ineinander. Automatisch ist das Gespann damit verbunden und einsatzbereit. GDS besteht im Prinzip aus zwei Elementen: Der dreieckige Grundrahmen wird an der Zugmaschine montiert. Dadurch ist das Ankuppeln auch in unebenem Gelände möglich. Im Grundrahmen sind verschiedene Zusatzmodule montiert. Je nach Ausführung werden die Mechanik, die Hydraulikanschlüsse und die Gelenkwelle automatisch zusammengeschlossen. Der Fahrer fährt mit dem Traktor Richtung Arbeitsgerät. Dabei hebt er die Basiseinheit an und verbindet die Hydraulikanschlüsse. Mit einem Knopfdruck wird nun noch der Verriegelungshaken betätigt und die Gelenkwelle aufgeschoben. Der gesamte Kuppelvorgang dauert nicht einmal 10 Sekunden.

Modularer Aufbau
"Unser GDS 3 System kann ohne großen Aufwand auf jeden Traktor und fast jedes Gerät, egal ob alt oder neu, aufgebaut werden", erklärt Andreas Schober, Geschäftsführer der GDS GmbH. Zu einem Hauptmodul können beliebig viele Gerätemodule angeschafft werden. Das gesamte System wird in Österreich hergestellt, womit eine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden kann. Das System KAT 1 und 2 ist für Zugmaschinen bis 132 kW (180 PS) ausgelegt. Je nach Einsatzwunsch können Kunden zwischen unterschiedlichen Ausbauformen wählen. Wer sich zunächst für die Grundausstattung entscheidet, kann später jederzeit die Gelenkwellenaufnahme modular erweitern.

Aktualisiert am: 19.04.2013 12:18
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