GAP-Zukunftsdiskussion wichtiger EU-Agrarvertreter

Die Spitzenverantwortlichen der europäischen Landwirtschaft kamen am Freitag in Brüssel mit dem neuen EU-Agrarkommissar, Dacian Ciolos, zu einem Meinungsaustausch über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zusammen. Dabei wurde festgestellt, dass die Beibehaltung der Direktzahlungen an Landwirte notwendig ist.
Dacian Ciolos, der neue EU-Agrarkommissar, traf sich vergangenen Freitag mit den wichtigsten EU-Agrarvertretern, um über die GAP-Zukunft zu sprechen.
Dacian Ciolos, der neue EU-Agrarkommissar, traf sich vergangenen Freitag mit den wichtigsten EU-Agrarvertretern, um über die GAP-Zukunft zu sprechen.
"Ich begrüße, dass Ciolos sich heute so schnell nach seiner Ernennung zum Landwirtschaftskommissar zu einem Gespräch bereitgefunden hat. Erfreulich ist auch, dass er eine starke GAP nach 2013 mit Direktzahlungen an die Landwirte gewahrt sehen will - einhergehend mit einem ausreichend hohen Haushalt. In Anbetracht der zunehmenden Marktvolatilität und des scharfen Rückgangs der Einkommen der EU-Landwirte in 2009 um durchschnittlich 12,2% kommt es mehr denn je darauf an, die Märkte stabil zu halten", betonte der Präsident des EU-Bauernverbandes (Copa), Padraig Walshe, nach dem Treffen.

Exportstützung ähnlich lange wie Wettbewerber erhalten
"Zu begrüßen ist außerdem der feste Standpunkt des EU-Kommissars in Bezug auf die Verhandlungen zur Welthandelsliberalisierung im Rahmen der laufenden Doha-Runde. Ich will gesichert sehen, dass Erstattungen für europäische landwirtschaftliche Erzeugnisse als ein Instrument der EU-Politik erhalten bleiben, solange andere Wettbewerber ihre Exportstützung nicht zurücknehmen", sagte der Präsident der europäischen Agrargenossenschaften (Cogeca), Paolo Bruni.

Position der Produzenten in der Lebensmittelkette verbessern
Bruni forderte Ciolos dringend auf, sich für eine starke, wirtschaftlich tragfähige Position der Genossenschaften und Erzeugerzusammenschlüsse in der Lebensmittelkette einzusetzen. "Copa/Cogeca will eine Stärkung der Rolle und Position von Genossenschaften in der europäischen Lebensmittelkette und wird seine aktive Mitwirkung in der hochrangigen Gruppe fortsetzen, um Probleme wie Zahlungsverzug, Marktmissbrauch, unlautere Handelspraktiken und Wettbewerbsverzerrungen in der Lebensmittelkette anzugehen. Dies wird zu einer reibungsloseren Funktionsweise und zu fairerem Wettbewerb beitragen und so Landwirte und Genossenschaften in die Lage versetzen, einen höheren Anteil des Mehrwertes sowie faire und stabile Erlöse zu erzielen. Ich rufe Ciolos und seinen für die Wettbewerbspolitik zuständigen Amtskollegen zur Untersuchung der EU-Wettbewerbsvorschriften auf, um die Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette entsprechend zu verbessern", so Bruni. (AIZ)

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Aktualisiert am: 14.02.2010 19:26
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