GAP-Reformvorschläge der EU-Komission

Die umfangreichen Reformpläne der EU-Kommission betreffen alle Teile der Agrarpolitik.
Nach den Vorschlägen der EU-Komission soll die Zuckerrübenquote mit dem 30.09.2015 wegfallen.
Nach den Vorschlägen der EU-Komission soll die Zuckerrübenquote mit dem 30.09.2015 wegfallen.
Direktzahlungen (1. Säule)
Nach aktuellen Berechnungen werden diese sich für Österreich im Jahr 2014 um 1,1% reduzieren werden. Die Einführung einer EU-weiten einheitlichen Flächenprämie ist für 2028 geplant.
Die EU-Mitgliedstaaten dürfen 5% der Direktzahlungen für Bergregionen abziehen, 2% für Junglandwirte oder bis zu 10% für die 2.Säule der GAP.

Marktordnungssystem
Das Zuckerquotensystem soll am 30.09.2015 auslaufen, womit EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos andauernde Eingriffe in den Markt zukünftig vermeiden möchte.
Die Schulobst- und Schulmilchprogramme werden verlängert. Die Vorschläge berücksichtigen auch die bestehenden Vereinbarungen ab Dezember 2010 auf Milchprodukte und Qualitäts-Vermarktungsnormen.

Ländliche Entwicklung (2.Säule)
Anreize für Innovation und Ausbildung sollen ausgebaut werden. Risikofonds für private Versicherungen und für Bachenorganisationen sollen bezuschusst werden. Die bisherige Aufteilung der ländlichen Förderprogramme in drei Achsen entfällt.

Cross Compliance
Die Direktzahlungen bleiben an die Einhaltung einer Reihe von Anforderungen in Bezug auf Umwelt- und Tierschutz sowie Pflanzengesundheit geknüpft. Allerdings hat sich die Liste der Cross Compliance-Auflagen verkürzt.

Gekoppelte Prämien
Die Mitgliedstaaten haben weiterhin die Möglichkeit bis zu 10 % der Direktzahlungen an die Produktion zu koppeln, z. B. an die Mutterkuhhaltung.

Transfer zwischen 1. und 2. Säule
Die Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit, bis zu 10% der im nationalen Finanzrahmen vorgesehenen Direktzahlungen in die Ländliche Entwicklung zu übertragen.


Autor:
Aktualisiert am: 14.10.2011 07:55
Landwirt.com Händler Landwirt.com User