GAP-Reform anhaltend hitziger Diskussionspunkt

Eine Podiumsdiskussion zum Thema GAP-Reform mit Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich veranstaltet von der Gesellschaft für Europapolitik und der LK Österreich zeigt auf, dass ein Ende der harten Verhandlungen noch nicht in Sicht ist.
Die Verhandlungen über Zukunft von Junglandwirten laufen.
Die Verhandlungen über Zukunft von Junglandwirten laufen.
Einige Hindernisse, wie etwa die ursprünglich geforderten einheitlichen Flächenprämien, seien zwar beseitigt, so Berlakovich, jedoch stehen weitere harte Verhandlungen bevor. Im Bereich der Lebensmittelsicherheit sollen unter anderem die Konsumenten profitieren. Die Reform soll aber auch die Rahmenbedingungen für neue Aufgaben der Bauern, etwa die Energieproduktion verbessern, so der Minister.
LK-Präsident Gerhard Wlodkowski sprach sich für einen Bürokratieabbau und eine ausreichende Dotierung des neuen Agrarbudgets ab 2014 aus. Als Beispiel nannte er ein vereinfachtes Kontrollverfahren für kleine Betriebe bis zu einer bestimmten Flächengrenze. Wlodkowski führte auch an, dass sich die Energieproduktion– bei entsprechenden Rahmenbedingungen - zu einem wichtigen bäuerlichen Einkommensstandbein entwickeln könnte. Er stellte gleichzeitig klar, dass die Landwirtschaft dabei das Prinzip „Teller – Trog – Tank“ einhalten werde.
Elisabeth Köstinger unterstrich, dass die Ländliche Entwicklung weiterhin eine starke zweite Säule der GAP bleiben müsse, weil sie das "Herzstück " der EU-Agrarpolitik sei. Um die Zukunft des europäischen Agrarsektors zu sichern, müsse die die GAP ab 2014 spürbare Anreize für Junglandwirte bieten.


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Aktualisiert am: 04.10.2011 17:40
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