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GAP: Neue Regeln ab 2018

Europaparlament, Rat und Kommission haben sich im Oktober auf etliche Veränderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik geeinigt.
Für Sojabohnen als ökologische Vorrangflächen soll in Zukunft ebenfalls der Faktor 1 gelten.
Für Sojabohnen als ökologische Vorrangflächen soll in Zukunft ebenfalls der Faktor 1 gelten.
Viel Neues hat die Halbzeitbewertung der Gemeinsamen Agrarpolitik gebracht. Mitte Oktober einigten sich Europaparlament, Rat und Kommission auf etliche Veränderungen an der aktuellen Gemeinsamen Agrarpolitik. So soll der Gewichtungsfaktor für Eiweißpflanzen bei der Berechnung der ökologischen Vorrangflächen ab 2018 von bisher 0,7 auf 1 angehoben werden. Damit wollen die EU-Institutionen dem Rückgang von Eiweißpflanzen als ökologische Vorrangflächen entgegenwirken. Als zusätzliche Pflanzen für ökologische Vorrangflächen wurden Miscanthus, Durchwachsene Silphie und Honigpflanzen erlaubt. Diese Pflanzen sind für die Biogaserzeugung interessant.

Verbesserung für Junglandwirte
Für Junglandwirte wurden die Bedingungen für die Zusatzprämie in der ersten Säule verbessert. Bisher galt der Anspruch auf die Junglandwirteprämie für maximal fünf Jahre, wobei diese fünf Jahre ab dem Jahr der Erstniederlassung berechnet wurden. Die neue Regelung wird ermöglichen, dass die Bewirtschaftungsjahre zwischen der Erstniederlassung und der ersten Antragstellung nicht mehr in Abzug zu bringen sind, es sind also volle fünf Jahre. Außerdem gibt die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit die Zahlungen für Junglandwirte über die erste Säule anzuheben.
In Österreich werde davon aber nicht Gebrauch gemacht, so das Landwirtschaftsministerium auf LANDWIRT Anfrage. In Deutschland wollte das Bundeslandwirtschaftsministerium nicht beantworten, ob es zu einer Anhebung kommen wird.

Neues für Milchlieferverträge?
Auch die Regelungen zur Vertragsgestaltung im Milchmarkt sollen überarbeitet werden. Die betreffende Änderung könnte dazu führen, dass Milchlieferverträge in Zukunft klare Angaben zur Menge und zum Preis enthalten müssen. Diese Regelung soll für Genossenschaften nicht gelten. Hier ist aber noch vieles unklar.

Keine Auswirkung auf die Bauern in Österreich und Deutschland hat die verbesserte Absicherungsmöglichkeit für Landwirte gegen Marktschwankungen in der zweiten Säule der GAP. In den Trilog-Verhandlungen einigten sich Parlament, Rat und Kommission, dass zukünftig Einkommensrückgänge von 20 % über die zweite Säule der GAP ausgeglichen werden dürfen. Bisher lag die Schwelle bei 30 %. Diese freiwilligen Absicherungen in der zweiten Säule wurden in Deutschland und Österreich nicht über die ländliche Entwicklung umgesetzt.

Noch ist nicht zu 100 % sicher, dass die Änderungen ab 1.1.2018 gelten werden. Die formale Einigung der sogenannten Omnibus-Verordnung ist noch ausständig. Die Änderungen der agrarischen Bestimmungen stellen nur einen Teil des Gesamtpaketes dar. In anderen Bereichen konnte bisher noch kein Abschluss erzielt werden, in erster Linie aufgrund von Schwierigkeiten beim Thema Haushaltsordnung. Parlament und Kommission stellten jedoch in Aussicht, dass man erforderlichenfalls die agrarischen Themen aus dem Gesamtpaket herauslösen könnte, falls eine Gesamteinigung bis Ende des Jahres nicht realistisch ist.

Lesen Sie weitere Punkte der Omnibus-Verordnung in der LANDWIRT Ausgabe 22/2017. Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 22/2017 (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 12.11.2017 17:16
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