GAP: Länder konkretisieren ihre Greening-Vorstellungen

Laut einem Beschlussvorschlag für die Agrarministerkonferenz (AMK) sollen auf den ökologischen Vorrangflächen auch „produktive, aber unter Umweltgesichtspunkten nur besonders positiv zu beurteilende“ Flächennutzungen möglich sein. Dazu zählen bestimmte Agrarumweltmaßnahmen sowie „identische Leistungen ohne Förderung“.
Niedersachsen spricht sich ein einem Antrag dafür aus, u.a. Kurzumtriebsflächen zu den ökologischen Vorrangflächen gezählt werden.
Niedersachsen spricht sich ein einem Antrag dafür aus, u.a. Kurzumtriebsflächen zu den ökologischen Vorrangflächen gezählt werden.

Die Länder konkretisieren ihre Vorstellungen zu den vorgesehenen Greening-Verpflichtungen im Rahmen der anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Niedersachsen spricht sich in seinem Antrag zur AMK dafür aus, weitere Flächen auf die Verpflichtung zur Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen anzurechnen. Genannt werden Blühflächen, Blühpflanzenmischungen zur Energiegewinnung, Flächen mit Pflanzen ohne Stickstoffdüngung im Anbauzeitraum, ferner Flächen mit Kurzumtriebsplantagen oder Agroforstsystemen sowie Steillagenflächen im Weinbau. Ein Teil der einzelbetrieblichen Verpflichtung soll dem Agrarressort in Hannover zufolge durch die Anrechnung von Flächen auf regionaler Ebene ermöglicht werden. So soll der zu erbringende Prozentsatz für die Landwirte in einer Gemeinde abgesenkt werden können, wenn in deren Gemarkung viele Strukturelemente vorhanden sind. Betriebe mit weniger als 15 ha Acker- und Dauerkulturflächen wollen die Länder von der Verpflichtung zur Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen ausgenommen wissen. Dies soll auch für die geforderte Anbaudiversifizierung gelten. AgE

Aktualisiert am: 25.09.2012 08:33
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