Futtertransport vom Mischer zum Schwein

CCM-taugliche Futterautomaten haben sich in der Schweinemast und in der Ferkelaufzucht etabliert. Um den Weg zwischen Silo und Automat zu bewältigen, gibt es verschiedene technische Lösungen. Hier lesen Sie Tipps und Anregungen, um diesen Weg zu gehen.
Die Übernahmestation ist bei der Beförderung mit der Kette größer ausgeführt als bei der Beförderung mit dem Seil (Foto: Strasser).
Die Übernahmestation ist bei der Beförderung mit der Kette größer ausgeführt als bei der Beförderung mit dem Seil (Foto: Strasser).
Die Fütterung startet mit dem Anmischen. Meistens wird dazu ein Schrägmischer verwendet. Wenn dieser auf einer Waage steht und von einem Computer angesteuert wird, nimmt er die einzelnen Futterkomponenten wie z.B. CCM oder Ganzkornsilage, Getreideschrot, Eiweißkomponenten und Mineralstoffmischungen auf und mischt diese ab. Anschließend kann das Futter ausdosiert werden. Die Schrägmischer sind altbewährt und fast unverwüstlich. Sollen kleinere Mengen (z.B. für jeden Automaten) separat angemischt werden, dann stehen Chargenmischer zur Verfügung. Diese sind entsprechend kleiner ausgeführt und brauchen einen CCM-Vorlagerungsbehälter, damit die Silofräse bzw. die Ganzkornmühle nur einmal pro Futterzeit anlaufen muss. Der Vorlagerungsbehälter soll gut einsehbar sein, damit die Hygieneverhältnisse laufend überprüft werden können.

Befüllung der Automaten
In manchen Schweinehaltungsbetrieben werden die Automaten mit Hand befüllt. Der Zeitaufwand für die Fütterung von 200 Mastschweinen beträgt 15 bis 20 Minuten pro Tag bei täglich einmaliger Befüllung. In den meisten Betrieben mit CCM-Futterautomaten wird die angemischte Ration mit einer Futterbahn vom Mischer zu den Automaten befördert. Diese Fördereinrichtungen sind aus den üblichen „Rohrketten“ hervorgegangen. Die Schwierigkeit beim Transport einer CCM-Ration ist, dass CCM-reiches Futter schwer rutscht, verklebt und damit die Hygiene besonders beachtet werden muss.

Kette oder Seil
Ob die Blättchen zur Beförderung des Futters auf ein Seil oder auf eine Kette gepresst sind, ist je nach Anbieter verschieden. Beide Varianten sind gleichwertig einzustufen. Praktiker meinen, dass sich eine Kette leichter nachspannen lässt als ein Seil. Der Kette wird nachgesagt, dass sie die Umlenkrollen stärker strapaziert. Weiters wird die Hygiene etwas bemängelt, da an den Kettengliedern auf Grund der größeren Oberfläche leichter CCM anhaften kann.

Autor: Ing. Franz STRASSER ABL, LK-Beratungsstelle für Schweineproduktion, Wels

Den gesamten Artikel können Sie in der Ausgabe 19/2012 des "Fortschrittlichen Landwirts" nachlesen. Gratis Probeheft bestellen.

Aktualisiert am: 21.09.2012 09:10
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