Fusion von Nordmilch und Humana genehmigt

Deutschlands größte genossenschaftliche Milchverarbeiter, Nordmilch und Humana, dürfen fusionieren. Wie vergangene Woche bekannt wurde, genehmigte das Bundeskartellamt am 24. September die Verschmelzung der Nordmilch AG mit der Humana Milchindustrie GmbH.
Die Fusion von Humana und Nordmilch ist nun abgesegnet.
Die Fusion von Humana und Nordmilch ist nun abgesegnet.
Mit der Genehmigung der Fusion können die beiden Molkereien, die es zusammen auf eine Rohmilchverarbeitung von knapp 7 Mio. t und damit etwa ein Viertel der deutschen Anlieferungsmilch bringen, ihr operatives Geschäft zusammenlegen. Dies hatten Nordmilch und Humana erst Anfang des Monats beim Kartellamt beantragt.

Gemeinsamer Start 2011
Die Zustimmung kam nun umgehend, was damit zusammenhängen dürfte, dass die Bonner Kartellwächter schon vor gut einem Jahr die Vertriebsfusion von Nordmilch und Humana in der Nord-Contor genehmigten. Die Wettbewerbshüter mussten sich die Lage auf den Rohmilchmärkten deswegen nun nicht noch mal im Detail anschauen. Vielmehr hatte das Kartellamt bei der jetzt abgeschlossenen Prüfung die Märkte für einzelne Molkereiprodukte im Blick und befand laut Angaben eines Sprechers, dass keine Überschneidungen vorlagen. So wurde die Genehmigung zur Fusion ohne Auflagen erteilt. Wie die Nordmilch ankündigte, soll die Zustimmung der Vertreter der genossenschaftlich organisierten Muttergesellschaften bis Ende des Jahres eingeholt werden. Start des gemeinsamen Unternehmens soll im Januar 2011 sein. Beide Milchverarbeiter zahlten im Juli 2010 an ihre Erzeuger einen Preis von 30,80 Cent pro Kilogramm, womit bei der Nordmilch erstmals seit September 2008 und bei Humana erstmals seit November vorvergangenen Jahres wieder die 30-Cent-Marke überschritten wurde. (AgE)

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Aktualisiert am: 06.10.2010 09:36
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