Fungizide 2008: Keine Chance für Pilze

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Getreidebestände heuer relativ gesund aus dem Winter gegangen. Trotzdem können sich bei feucht-warmer Witterung diverse Pilzkrankheiten relativ rasch entwickeln. Der Fungizideinsatz muss sich an der Befallssituation und der weiterhin zu erwartenden Witterung orientieren.
Bei manchen Krankheiten kann eine möglichst frühzeitige Behandlung sinnvoll sein, die Prognosemodelle liefern wertvolle Entscheidungshilfen.
Bei manchen Krankheiten kann eine möglichst frühzeitige Behandlung sinnvoll sein, die Prognosemodelle liefern wertvolle Entscheidungshilfen.
Wichtig ist es, die auftretenden Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und die Bekämpfungsstrategie nach Krankheitsdruck und Ertragserwartung auszurichten. Eine Unterstützung dazu bietet auch das Prognosemodell pro_Plant, welches in seiner kostenlosen Basisversion (expert basic) z.B. unter der Adresse www.warndienst.at benützt werden kann. Über das aktuelle Befallsgeschehen bei Weizen gibt es auch Informationen im Internet unter der Adresse www.weizen-expert.at .



Winterweizen
Halmbruch-Infektionen kann man mit freiem Auge zum optimalen Zeitpunkt der Behandlung nicht sehen, dafür ist eine Laboranalyse nötig. Feucht-kühle Witterung schafft optimale Ausbreitungsbedingungen, diese hatten wir heuer in manchen Regionen.

Triticale und Roggen
Triticale galt lange Zeit als sehr gesunde Frucht. In letzter Zeit konnte jedoch festgestellt werden, dass ähnliche Krankheiten wie bei Weizen auftreten, aber insbesondere eine hohe Anfälligkeit für Ährenfusariosen besteht. Deshalb soll vor allem bei der Vorfrucht Mais eine gezielte Blütenbehandlung wie bei Winterweizen (siehe oben) durchgeführt werden. Manche Sorten haben auch ein Problem mit Mehltau.

Die Hybrid-Formen des Winterroggens werden oft von Braunrost befallen. Vorbeugend sehr gut wirksam sind z.B. die strobilurinhältigen Produkte Amistar (in Kombination mit azolhältigen Partnern) bzw. Juwel top, von den azolhältigen Produkten sind Prosaro, Folicur und Pronto plus hervorzuheben.

Autor: DI Hubert KÖPPL, LK Oberösterreich, Linz


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Aktualisiert am: 07.04.2008 16:00

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