Fungizidbehandlung bei Weizen

Der Fungizideinsatz bei Weizen steht an. Erstmals ist ein rückzahlungsfreier Ausstieg aus der ÖPUL-Maßnahme "Fungizidverzicht Getreide" möglich.
Damit die Erträge passen, muss jetzt schon an die Fungizidbehandlung bei Weizen gedacht werden.
Damit die Erträge passen, muss jetzt schon an die Fungizidbehandlung bei Weizen gedacht werden.
Während im Trockengebiet oft die alleinige Bekämpfung von Abreifepilzen bis Mitte des Ährenschiebens (EC 55) wirtschaftlich ist, hat sich in den intensiven Getreideanbaugebieten im Feuchtgebiet eine Doppelbehandlung mit Fungiziden bewährt. Hohe Luftfeuchtigkeiten oder eine länger anhaltende Blattnässe fördern die Erreger (Septoria tritici, DTR Blattdürre, etc.). Um zumindest die oberen drei Blätter gesund zu erhalten, ist ab dem Fahnenblattstadium (EC 37 – Fahnenblatt spitzt aus dem Halm) eine erste Fungizidbehandlung sinnvoll. Bei warmer und trockener Witterung können Mehltau und Braunrost ein Thema werden. Tritt eine Infektion während der Schossphase auf, kann diese mit der erwähnten ersten Fungizidbehandlung bekämpft werden. Grundsätzlich gilt, die Bekämpfungsstrategie nach dem Krankheitsdruck auszurichten, was mit Hilfe von Warndiensten möglich ist.
In diesem Jahr ist es erstmals möglich – ohne Rückzahlung der bereits erhaltenen Prämien – aus der ÖPUL-Maßnahme „Fungizidverzicht Getreide“ auszusteigen, weil die fünfjährige Verpflichtung erfüllt ist, wenn man 2007 in die Maßnahme eingestiegen ist. Die Prämie für diese Maßnahme beträgt 25 Euro je Hektar Getreide. Die Entscheidung ist einzelbetrieblich zu fällen. Mehrere Faktoren, wie die klimatische Situation, die Fruchtfolge oder das Ertragsniveau, sollte man in die Entscheidung einbeziehen.

Formulare für den Ausstieg können Sie hier downloaden:

ÖPUL Ausstieg K_T_V

ÖPUL Ausstieg B_N_O_S_St_W


Aktualisiert am: 27.04.2012 07:45
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