Für mehr Licht im Melkstand sorgen

Ein heller Melkstand und gut beleuchtete Treibwege ermöglichen ein zügiges Melken und einen hohen Kuhkomfort. Untersuchungen zeigen allerdings, dass hier in vielen Melkständen ein enormes Verbesserungspotenzial besteht.
Viele Melkstände sind zu dunkel und beeinflussen damit die Arbeitsproduktivität negativ.
Viele Melkstände sind zu dunkel und beeinflussen damit die Arbeitsproduktivität negativ.
Viele Melkstände sind nicht optimal ausgeleuchtet. Am Melkarbeitsplatz ist eine ausreichende Arbeitsplatzbeleuchtung aber von besonderer Bedeutung. Der Melker muss einerseits im Interesse einer hohen Milchqualität und Tiergesundheit präzise die Routinearbeiten Vormelkprobe, Euterreinigung, Ansetzen, Euternachkontrolle und Zitzendesinfektion durchführen. Außerdem muss es für den Melker gut möglich sein, Verletzungen bzw. Veränderungen am Euter (insbesondere an den Zitzen) und den Gliedmaßen zu erkennen sowie Behandlungen (Mastitis, Trockenstellen u.a.) vorzunehmen. Zusätzlich ist die Technik zu kontrollieren und zu warten. Dies erfordert viel Aufmerksamkeit durch die Melker und stellt somit eine hohe Belastung dar.

Fehlerquote steigt
Ist der Melkstand nicht gut ausgeleuchtet, ermüden die Melker schnell und die Fehlerquote steigt rapide an. Die Wahrnehmung von Gefahrensituationen verringert sich dadurch, Arbeitsleistung und Arbeitsqualität sinken rasch. Mangelhafte Ausleuchtung im Euterbereich erschwert eine ordnungsgemäße Vormelkprobe, wodurch Veränderungen in der Milch erst zu spät erkannt werden. Im Melkstand sollten deshalb etwa 200 Lux bei der allgemeinen Beleuchtung und im Euterbereich etwa 400 bis 500 Lux angestrebt werden.

Autoren: Dr. Norbert KANSWOHL und Dr. Mathias SCHLEGEL, Universität Rostock (D)

Mehr darüber erfahren Sie im „Fortschrittlichen Landwirt“ in der Ausgabe 4/2013

Weiters in dieser Ausgabe:
Laufflächensanierung mit Gummi
Reportage Fam. Wohlgenannt
ÖAG-Beilage: Zeigerpflanzen

Aktualisiert am: 07.02.2013 15:21
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