Fruktane im Grundfutter sind gefährliche Zucker

Der Fruktangehalt im Grundfutter hängt von der Witterung beim jeweiligen Aufwuchs ab. Speziell junges Gras und junge Weide enthalten bei kalter Witterung im Frühling und Spätherbst hohe Fruktanwerte.
Der Fruktangehalt im Grundfutter hängt von der Witterung beim jeweiligen Aufwuchs ab. Foto: Archiv
Der Fruktangehalt im Grundfutter hängt von der Witterung beim jeweiligen Aufwuchs ab. Foto: Archiv
Fruktane zählen zu den schnell verfügbaren Zuckern. Sie bestehen aus den Monosacchariden Glukose und Fruktose sowie dem Disaccharid Saccharose (Traubenzucker). Allgemein steigt der Fruktangehalt bis zum Ährenschieben in Abhängigkeit von der Gräserart, der Sorte, der Tageszeit sowie saisonalen Effekten an und nimmt dann wieder ab. Unter den Leitgräsern haben Wiesenschwingel und Weidelgräser die höchsten Zuckergehalte, vor allem Hochzuckersorten (HZS) bei ungünstiger Witterung. Speziell Weidelgräser, die im Gegensatz zu anderen Gräsern keine ausgeprägte Winterruhe haben und bei Föhnwetterlagen auch im Spätherbst wieder zu wachsen beginnen können, haben dadurch stärkere Schwankungen im Fruktangehalt. Bezüglich der Düngung gilt, dass bei geringer Stickstoffdüngung aufgrund geringerer Erträge die Fruktangehalte höher liegen (fehlender Verdünnungseffekt) als bei bedarfsgerechter Düngung und Ausschöpfung des Leistungspotenzials.

Fruktane im Heu
Beim Belüftungsheu sind weniger die Fruktane als der hohe Gesamtzuckergehalt ein Problem, da aufgrund des kürzeren Trocknungsprozesses (speziell beim Einsatz eines Mähaufbereiters) weniger Zucker veratmet wird. Bei der Silagebereitung wird hingegen ein Teil des Zuckers für die Milchsäuregärung verbraucht, weshalb der Restzuckergehalt immer geringer ist. Bei zuckerreichem Belüftungsheu ist zum Ausgleich pansenschonendes, d.h. strukturreiches (hoher NDF-Gehalt) Kraftfutter (Trockenschnitzel, Weizenkleie) notwendig.


Autor: Dipl.-HLFL-Ing. Josef Galler, LK Salzburg


Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 21 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:
  • Hohe Trockenmasseaufnahme führt zu hoher Milchleistung
  • Rund ums Rind
  • Start in das Kälberleben



Autor: Michael Schilling
Aktualisiert am: 18.10.2013 16:34

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